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Nach Bericht über Proteste gegen ICE: Früherer CNN-Moderator verhaftet
Der frühere CNN-Moderator Don Lemon ist nach einem Bericht über eine Protestaktion gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE verhaftet worden. Lemons Anwalt Abbe Lowell warf der Trump-Regierung am Freitag einen "beispiellosen Angriff" auf die Pressefreiheit vor. US-Justizministerin Pam Bondi erklärte dagegen, Lemon sowie drei zuvor festgenommene Aktivisten hätten einen "koordinierten Angriff" auf eine Kirche im Bundesstaat Minnesota verübt.
Die Aktivisten hatten Mitte Januar einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, gestört, weil sie dort den stellvertretenden Leiter des örtlichen ICE‑Büros vermuteten. Videos zeigen, wie Demonstranten in der Kirche "ICE raus!" rufen.
Bondi hatte nach dem Vorfall erklärt: "Wir tolerieren keine Angriffe auf Gotteshäuser." Evangelikale Podcaster und Unterstützer von Präsident Donald Trump forderten überdies die Festnahme Lemons, weil er über die Protestaktion berichtet hatte.
Lemon fragte den Pastor der betroffenen Kirche in einem Interview, ob der Protest nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei, die im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung festgeschrieben ist. Der Geistliche verurteilte die Aktion in seinem Gotteshaus dagegen als "schändlich".
CNN hatte sich im April 2023 von dem Morgenmagazin-Moderator Lemon getrennt, nachdem dieser mit Äußerungen über die republikanische Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley scharfe Kritik im konservativen Lager hervorgerufen hatte.
US-Präsident Donald Trump steht ebenfalls auf Kriegsfuß mit Lemon. Trump hatte den Moderator während seiner ersten Amtszeit 2018 einmal als "dümmsten Mann im Fernsehen" geschmäht. Anlass war ein Interview von Lemon mit Basketball-Superstar LeBron James, der Trump vorwarf, Rassismus in den USA zu befördern. LeBron James wie Lemon sind Afro-Amerikaner.
O.Brown--AT