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Kolumbianische Armee tötet Anführer abtrünniger Farc-Kämpfer
In Kolumbien ist einer der Anführer der abtrünnigen Kämpfer der früheren Guerillaorganisation Farc von der Armee getötet worden. Néstor Vera alias "Iván Mordisco" sowie neun weitere Ex-Farc-Mitglieder seien am 8. Juli im Südwesten des Landes bei einem Armee-Angriff getötet worden. teilte Verteidigungsminister Diego Molano mit. Der "letzte große Anführer" der Farc sei gefallen. Molano bezeichnete dies als "Todesstoß" für die Reste der Farc.
Vera war einer der meistgesuchten Männer Kolumbiens, für Hinweise auf seinen Aufenthaltsort war eine Belohnung von umgerechnet rund 700.00 Dollar ausgeschrieben.
Rund 500 Soldaten hatten nach Armee-Angaben wochenlang im Urwald der Region Caquetá nach Vera gesucht. Wie General Luis Fernando Navarro nun sagte, hatte Vera erst kürzlich das Kommando über eine Gruppe von rund 2000 abtrünnigen Farc-Mitgliedern übernommen, und zwar nach dem mutmaßlichen Tod des Vorgängers Miguel Santillana Botache alias "Gentil Duarte" im benachbarten Venezuela.
Die linksgerichtete Farc-Guerilla hatte einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg gegen den kolumbianischen Staat geführt, bevor sie Ende 2016 ein Friedensabkommen mit der Regierung schloss. In der Folge wurden in dem südamerikanischen Land rund 7000 Farc-Kämpfer entwaffnet, und die Farc wandelte sich in eine politische Partei um.
Ein Teil der Farc-Mitglieder verweigerte sich aber dem Abkommen und kämpft seither gegen andere Rebellen und rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen. Vera hatte seinerzeit dem Friedensprozess bereits einige Monate vor Unterzeichnung des Abkommens den Rücken gekehrt.
Die abtrünnigen Farc-Rebellen verfügen über kein einheitliches Kommando. Es handelt sich nach Angaben der Beobachtungsstelle Indepaz um insgesamt etwa 5200 Kämpfer, die über ganz Kolumbien verstreut und sich vor allem durch Drogenhandel und illegalen Bergbau finanzieren.
R.Lee--AT