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EU-Kommission schlägt Gedenktag für Opfer des Klimawandels vor
Am ersten Jahrestag des tödlichen Hochwassers in Deutschland und Belgien hat die Europäische Kommission die Einführung eines jährlichen Gedenktags für die Opfer des Klimawandels vorgeschlagen. "Wir erinnern uns heute an den Verlust von Menschenleben durch unvorhersehbare Wetterbedingungen, fast täglich gibt es Tote auf der Welt. Es ist an der Zeit, diesen Opfern etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken", sagte Frans Timmermans, Vizepräsident der Europäischen Kommission, am Donnerstag vor einem Treffen der EU-Umweltminister in Prag.
Timmermans erinnerte an die etwa 220 Menschen, die im Juli 2021 bei Überschwemmungen durch sintflutartige Regenfälle in Deutschland und Belgien ums Leben gekommen waren. Außerdem verwies er auf die sechs Todesopfer durch einen Tornado in der Tschechischen Republik im Juni 2021.
Es wäre wünschenswert, dass es wenigstens einen Tag im Jahr gebe, an dem Europa der Opfer des Klimawandels gedenkt, sagte Timmermans und erzählte mit Tränen in den Augen von der 15-jährigen Tochter eines Kollegen, die in den Ardennen bei der Flutkatastrophe ums Leben gekommen war. Der Vorschlag für den Gedenktag sollte am Donnerstag den Umweltministern der 27 Mitgliedstaaten vorgelegt und anschließend mit den Mitgliedstaaten diskutiert werden.
Am Mittwochabend hatte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der zwei Menschen gedacht, die bei einem Hubschrauberabsturz während der Löscharbeiten bei einem Waldbrand in Griechenland getötet worden waren. Europa leidet derzeit unter starken Hitzewellen, viele Regionen werden von großflächigen Bränden heimgesucht.
B.Torres--AT