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Keine Hinweise auf Fortschritte nach russisch-ukrainischen Getreide-Verhandlungen
Nach russisch-ukrainischen Verhandlungen über eine mögliche Wiederaufnahme der Getreidelieferungen gibt es keine Anzeichen auf einen Durchbruch. Die in Istanbul abgehaltenen Gespräche unter Beteiligung der Türkei und der UNO seien "zu Ende gegangen", erklärte das türkische Verteidigungsministerium am Mittwoch in einer kurzen Mitteilung, ohne Hinweise auf mögliche Fortschritte zu geben. Es handelte sich um die ersten direkten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine seit März.
Die Ukraine ist einer der weltgrößten Exporteure von Weizen und anderem Getreide. In den ukrainischen Häfen, die unter russischer Kontrolle stehen oder von russischen Truppen blockiert werden, stecken allerdings Millionen Tonnen Weizen fest. Die Blockade betrifft insbesondere Entwicklungsländer in Afrika und anderen Weltregionen, die stark von Getreideimporten aus Russland und der Ukraine abhängig sind.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine am 24. Februar hat sich in vielen Ländern die Getreideversorgung verschlechtert. Die Türkei pflegt traditionell gute Beziehungen sowohl zur Ukraine als auch zu Russland und bemüht sich um eine Vermittlung zwischen den Konfliktparteien.
Die Verhandlungen wurden von Vorwürfen ukrainischer Behörden gegen Russland belastet, geerntetes Getreide zu verbrennen und die Ernte zu stehlen. Moskau bestreitet dies. Russische Behörden in der besetzten südukrainischen Region Cherson warfen Kiew indes ihrerseits vor, für einen Rückgang der Getreideernte um voraussichtlich 200.000 Tonnen verantwortlich zu sein.
Die Ukraine habe geerntetes Getreide verbrannt und Felder teilweise vermint, sagte der Verwaltungschef der russischen Besatzungsbehörden Wladimir Saldo nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS. Die Getreidemenge werde deshalb nur 1,2 Millionen statt üblicherweise 1,4 Millionen Tonnen betragen.
N.Walker--AT