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AFP: Online-Betrugszentren in Myanmar expandieren - Starlink größter Provider
Online-Betrugszentren, die von Myanmar aus Menschen in aller Welt um Milliarden Dollar betrogen haben sollen, werden wenige Monate nach einer großangelegten Razzia gegen die Betreiber massiv ausgebaut. Das ergab eine Recherche der Nachrichtenagentur AFP in der Region Myawaddy an der thailändisch-myanmarischen Grenze. Der US-Kongress leitete im Zusammenhang mit den sogenannten Scam-Zentren eine Untersuchung gegen das Satellitennetzwerk Starlink von Elon Musk ein.
In den schwer bewachten Gebieten rund um Myawaddy werden Neubauten in einem schwindelerregenden Tempo errichtet. Auf anderen Gebäuden sind die Schüsseln des Satellitennetzwerks Starlink zu sehen, wie die Auswertung von Satellitenbildern und Drohnenaufnahmen durch AFP ergab.
Starlink war vom 3. Juli bis zum 1. Oktober der am meisten genutzte Internetprovider in Myanmar, wie Daten der asiatischen Internetregistrierungsstelle Apnic zeigten. Starlink ermöglicht es, auch abgeschiedene Gegenden mit schnellem Internet zu versorgen.
Ein überparteilicher Ausschuss des US-Kongresses leitete eine Untersuchung ein: Starlink stehe unter Verdacht, Internetzugänge für Scam-Zentren in Myanmar zur Verfügung zu stellen, die US-Bürger und Menschen weltweit um Milliardenbeträge gebracht haben sollen, teilte der Ausschuss am Dienstag mit. Die Untersuchung laufe seit Juli.
Das Unternehmen SpaceX, zu dem Starlink gehört, äußerte sich auf AFP-Anfrage zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Die demokratische US-Senatorin Maggie Hassan forderte Musk auf, Starlink für die Betrugszentren zu blockieren. "Die meisten Menschen haben wahrscheinlich die zunehmende Zahl von betrügerischen Texten, Anrufen und E-Mails bemerkt, sie wissen womöglich nicht, dass Kriminelle rund um den halben Globus diesen Betrug verüben können, indem sie Starlink als Internetzugang nutzen", erklärte sie.
Erin West, die die Operation Shamrock gegen die Betrugszentren leitet, erklärte: "Es ist abscheulich, dass ein US-Unternehmen dies möglich macht." In ihrer Funktion als Staatsanwältin hatte sie Starlink im Juli 2024 gewarnt, dass die überwiegend chinesischen Verbrechersyndikate, welche die Zentren betreiben, die Starlink-Antennen verwenden. Eine Antwort erhielt sie nicht.
Laut dem US-Finanzministerium zählen US-Bürger zu den beliebtesten Opfern der Online-Betrüger aus Südostasien. Nach Schätzungen des US-Finanzministeriums verloren sie im vergangenen Jahr zehn Milliarden Dollar (8,6 Milliarden Euro), 66 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
In dem Bürgerkriegsland Myanmar gibt es vor allem in Grenzregionen kaum noch staatliche Strukturen. Im Februar waren die Behörden des südostasiatischen Landes im Rahmen einer großangelegten Razzia gegen die Zentren für Cyberkriminalität vorgegangen. Zusammen mit China und Thailand zwang Myanmar die Milizen, welche die Zentren bewachen, die Zentren zu zerstören.
Rund 7000 Ausländerinnen und Ausländer, viele von ihnen aus China, wurden dabei aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden die Betrugszentren mit Hilfe von Zwangsarbeit und Menschenhandel betrieben.
Nur wenige Wochen nach den Razzien begannen Bauarbeiten an mehreren der Zentren entlang des Moei-Flusses, der die Grenze zu Thailand bildet. Die Auswertung von Satellitenbildern von Planet Labs PBC ergab, dass zwischen März und September Dutzende Gebäude errichtet oder umgebaut wurden. Mindestens fünf neue Fährverbindungen führen von Thailand aus über den Moei-Fluss zu den Scam-Zentren.
Viele Menschen, die in Scam-Zentren arbeiteten, berichteten AFP im Nachhinein, sie seien mit der Aussicht auf gut bezahlte, ehrliche Jobs gelockt worden. Dann sei ihnen der Pass abgenommen worden, um sie zu den illegalen Aktivitäten wie Telefon-Betrug oder Online-Glücksspiel zu zwingen. Viele berichteten, dass ihre Aufseher sie geschlagen oder auf andere Weise misshandelt hätten. Viele der aus Scam-Zentren in Myanmar befreiten Menschen, die AFP befragte, hatten Prellungen und Brandwunden.
In einem UN-Bericht von 2023 hieß es, dass mindestens 120.000 Menschen in den Betrugszentren in Myanmar arbeiten. Viele von ihnen werden demnach Opfer von Folter und sexueller Gewalt. Dem Bericht zufolge leben weitere 100.000 Menschen in Kambodscha unter ähnlichen Bedingungen. Die südkoreanische Regierung teilte am Dienstag mit, 80 Südkoreaner würden seit August in Kambodscha vermisst. Sie seien mutmaßlich in die Fänge der Scam-Zentren-Betreiber geraten.
M.O.Allen--AT