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EU-Außenbeauftragte Kallas fordert Respekt für "Souveränität" Grönlands
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Anschluss-Drohungen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gegen Grönland zurückgewiesen. "Wir müssen die territoriale Integrität und die Souveränität Grönlands respektieren", sagte Kallas am Donnerstag in Brüssel. "Grönland ist ein Teil von Dänemark", betonte die EU-Chefdiplomatin.
Trump hatte am Dienstag seine Drohungen bekräftigt, das rohstoffreiche Grönland zu annektieren; ein militärisches Vorgehen wollte er dabei nicht ausschließen. "Es kann sein, dass man etwas tun muss", sagte er. Der designierte US-Präsident forderte Dänemark auf, auf sein autonomes Territorium zu "verzichten". Am selben Tag reiste sein Sohn Donald Trump Jr. nach Grönland, beteuerte jedoch, es handele sich um eine touristische Reise.
Grönland war im 18. Jahrhundert von Dänemark kolonisiert worden und hat seit dem Jahr 1979 Autonomiestatus. Das Territorium ist reich an natürlichen Ressourcen. Dazu zählen Öl, Gas, Gold, Diamanten, Uran, Zink und Blei. Bei Trumps Überlegungen dürfte auch die strategische Lage der Insel eine Rolle spielen, auf der sich bereits ein US-Militärstützpunkt befindet.
Kallas reist am Donnerstag zu einem Treffen der Verteidigungsminister der Ukraine-Kontaktgruppe im rheinland-pfälzischen Ramstein. Es ist der letzte Termin dieser Art vor dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident. Neben Ressortchefs wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nehmen auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an dem Treffen teil.
O.Brown--AT