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Aktionäre von Batteriehersteller Northvolt stimmen für Fortführung der Geschäfte
Die Aktionäre des schwedischen Batterieherstellers Northvolt - darunter VW - haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung für die Fortführung der Geschäfte gestimmt. Das teilte Northvolt am Mittwoch mit. Der Batteriehersteller hat Schulden in Höhe von 5,84 Milliarden Dollar (knapp 5,7 Milliarden Euro), Ende November hatte er in den USA ein sogenanntes Chapter-11- Insolvenzverfahren beantragt, um sich vor den Forderungen seiner Gläubigern geschützt umzustrukturieren.
Die außerordentliche Hauptversammlung war laut Unternehmen ein nach schwedischem Recht nötiger "Verfahrensschritt". Das Abstimmungsergebnis zeige "die Unterstützung unserer Aktionäre, während wir versuchen, unsere Ziele umzusetzen und unseren Wert zu maximieren". Hauptaktionäre von Northvolt sind Volkswagen und die US-Bank Goldman Sachs. Die Volkswagen-Tochter Scania hatte Northvolt mit einer Finanzspritze von 100 Millionen Dollar ausgeholfen, die Umstrukturierung soll nach Unternehmensangaben weitere 145 Millionen Dollar einbringen.
Northvolt erklärte am Mittwoch, das Unternehmen mache weiterhin Fortschritte beim Umbau und steigere seine Produktion. Die Firma hatte Ende vergangenen Jahres 1600 von 6500 Stellen gestrichen und die Entwicklung seines wichtigsten Werks in Skelleftea in Nordschweden auf Eis gelegt. Sie kündigte damals an, sich auf die Fertigung von Batteriezellen zu konzentrieren und ihre Aktivitäten nicht wie zunächst geplant auf weitere Teile der Batteriewertschöpfungskette wie die Produktion von Kathoden und das Recyceln von Batterien ausweiten.
Northvolt baut derzeit in Heide in Schleswig-Holstein eine Batteriezellenfabrik, gefördert mit 600 Millionen Euro vom Staat. Das zuständige Tochterunternehmen in Deutschland ist vom Antrag auf Gläubigerschutz in den USA nicht betroffen.
Northvolt war 2016 gegründet worden und galt lange als europäische Hoffnung im Wettbewerb mit den dominierenden asiatischen Herstellern CATL und BYD aus China sowie LG aus Südkorea. Die nachlassende Nachfrage nach Elektroautos in Europa und damit nach Batterien hat die Finanzschwierigkeiten von Northvolt beschleunigt.
A.Taylor--AT