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EU kündigt humanitäre Luftbrücke in Demokratische Republik Kongo an
Die Europäische Union hat eine Luftbrücke für humanitäre Hilfslieferungen in den von Gewalt geplagten Osten der Demokratischen Republik Kongo angekündigt. Die Luftbrücke nach Goma, der Hauptstadt der Konfliktregion Nord-Kivu, solle "schnell" eingerichtet werden und die Lieferung von medizinischem Material, Nahrungsmitteln und anderen dringend benötigten Produkten ermöglichen, teilte die EU-Kommission am Samstag in Brüssel mit.
Die Kommission kündigte zudem die Freigabe einer Summe von 47 Millionen Euro für humanitäre Hilfen für die notleidende Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo an. Mittels Partnerorganisationen solle dieses Geld für Lebensmittel, Gesundheitsdienste und sanitäre Einrichtungen verwendet werden.
Der für Krisenschutz zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic erklärte, die Europäische Union sei bereit, "alle notwendigen Mittel zu mobilisieren", um die humanitären Helfer in der Demokratischen Republik Kongo zu unterstützen. Die Luftbrücke wird nach seinen Angaben mit französischer Hilfe organisiert.
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hielt sich am Samstag in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, auf. Es war die letzte Station einer Reise des französischen Präsidenten in mehrere afrikanische Länder.
Macron sagte, während seiner Gespräche mit dem Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi, wie auch mit den Staatschefs von Ruanda und Angola, Paul Kagame und João Lourenço, hätten alle Seiten "klare Unterstützung" für eine Waffenruhe in Nord-Kivu bekundet, die am kommenden Dienstag in Kraft treten soll. Auch Vertreter der in der Region operierenden Rebellengruppe M23 hätten sich bei einem Treffen mit Lourenço zu der Waffenruhe bekannt, teilte Macron mit.
Feuerpausen in Nord-Kivu sind allerdings in der Vergangenheit wiederholt angekündigt worden, ohne dass sie jemals respektiert wurden. Die M23 hat in der Provinz weite rohstoffreiche Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht.
Trotz Drucks der Regierung in Kinshasa vermied es Macron, die angebliche Unterstützung Ruandas für die M23 öffentlich zu verurteilen. Tshisekedi bezeichnete die angebliche ruandische Hilfe für die Rebellenorganisation als "unrechte und barbarische Aggression". Ruanda bestreitet, die M23 zu unterstützten.
Der Rebellenorganisation gehören überwiegend kongolesische Angehörige der Volksgruppe der Tutsi an. Nach jahrelanger Ruhe hatte die M23 Ende 2021 wieder zu den Waffen gegriffen.
M.White--AT