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Außenminister: Ukraine hat schwierigsten Winter ihrer Geschichte überstanden
Die Ukraine hat nach den Worten ihres Außenministers den schwierigsten Winter ihrer Geschichte überstanden. "Er war kalt und dunkel, aber wir waren unbesiegbar", erklärte Außenminister Dmytro Kuleba am Mittwoch. Staatschef Wolodymyr Selenskyj verwies darauf, dass die Kämpfe um die ostukrainische Stadt Bachmut immer heftiger würden. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte derweil, Russland habe einen "massiven Drohnenangriff" auf der Halbinsel Krim abgewehrt.
"Wir haben den schwierigsten Winter in unserer Geschichte überlebt", hieß es in einer Erklärung Kulebas. Mit dem Frühlingsbeginn am 1. März habe die Ukraine den "Winterterror" des russischen Präsidenten Wladimir Putin überstanden. Dem Kremlchef sei damit eine "große Niederlage" zugefügt worden.
Die russischen Streitkräfte hatten im Oktober damit begonnen, verstärkt wichtige Energieanlagen in der Ukraine mit Raketen und Drohnen anzugreifen, was für Millionen Menschen zu Ausfällen bei Wasser, Strom und Heizung bei eisigen Wintertemperaturen führte. Das ukrainische Energieunternehmen Ukrenergo teilte am Mittwoch mit, es habe seit mehr als zwei Wochen "keine Stromausfälle" mehr gegeben. In der Erklärung Kulebas hieß es weiter, die Gewinner seien neben den Ukrainern auch die EU-Staaten gewesen, die sich im Winter vom russischen Gas abwandten.
Staatschef Selenskyj ging in seiner abendlichen Videoansprache auf die Lage in der schwer umkämpften ostukrainischen Stadt Bachmut ein. "Russland zählt seine Männer überhaupt nicht und schickt sie in den Kampf, um beständig unsere Stellungen anzugreifen", sagte der Staatschef. "Die Intensität der Kämpfe nimmt nur noch zu."
Der Kampf um Bachmut ist die bisher am längsten andauernde Schlacht des seit mehr als einem Jahr andauernden russischen Angriffskrieges. Eine Einnahme der Stadt in der Region Donezk hätte für Moskau nach Einschätzung von Beobachtern vor allem symbolischen Wert. Nach ukrainischen Militärangaben setzt Moskau bei den Gefechten die "besten Sturmtruppen" der Söldnertruppe Wagner ein.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte in Berlin, die Ukraine kämpfe "heldenhaft und tapfer gegen die russische Aggression, die schon Zehntausenden das Leben gekostet hat". Es müsse dafür gesorgt werden, dass neben den westlichen Waffenlieferungen auch die Versorgung der ukrainischen Armee mit Ersatzteilen und Munition sichergestellt werde. Dies werde eine "andauernde Aufgabe" bleiben.
Derweil hieß es aus Moskau, Russland habe einen "massiven Drohnenangriff" der Ukraine auf Ziele auf der Halbinsel Krim abgewehrt. Sechs Drohnen seien abgeschossen und vier weitere mit elektronischen Mitteln "außer Gefecht" gesetzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Russland hatte die Krim 2014 annektiert. Die Halbinsel spielt eine wichtige Rolle bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine und war bereits mehrmals das Ziel von Drohnenangriffen. Im Dezember wurde der Hafen von Sewastopol attackiert. Die größte Stadt der Krim ist Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte.
M.Robinson--AT