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Fahrer von Kleinlaster rast in Brüsseler Straßencafé und verletzt sechs Menschen
Im Zentrum von Brüssel ist ein Mann mit einem Kleinlaster in ein gut besuchtes Straßencafé gerast und hat sechs Menschen verletzt. Nach Polizeiangaben vom Freitag beging der Mann anschließend Fahrerflucht. Später wurde ein Verdächtiger in der Hafenstadt Antwerpen festgenommen. Ob es sich um einen Unfall oder einen Angriff handelte, war laut Staatsanwaltschaft zunächst unklar. Der Verdächtige werde nun verhört.
"Die Ermittlungen sind noch im Gange, um die genauen Umstände zu klären," sagte die Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft, Willemien Baert. Zum jetzigen Zeitpunkt werde in alle Richtungen ermittelt und die Motive des Verdächtigen seien noch nicht bekannt.
Die Beweise würden an Anschläge erinnern, die in der Vergangenheit verübt wurden. "Aber im Moment ist es noch nicht sicher, dass es sich um einen Anschlag handelte. Es ist möglich, dass es nur ein Unfall war", sagte sie vor Journalisten.
Die belgische Antiterror-Behörde Ocam erhöhte kurzzeitig die Warnstufe auf Stufe drei von vier ("ernste Bedrohung"), senkte sie aber wenige Stunden später wieder auf zwei ("mittlere Bedrohung"). Die Behörde habe bei ihren Ermittlungen "beruhigende Elemente" gefunden, sagte ein Behödensprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Der Mann fuhr mit seinem Wagen nach Angaben einer Polizeisprecherin kurz vor 13.00 Uhr auf die Terrasse an der Rue Saint-Michel im gut besuchten Brüsseler Zentrum. "Die Rettungskräfte trafen sehr schnell ein und kümmerten sich vor Ort um sechs Leichtverletzte", sagte sie.
Der Kleinlaster wurde später bei einer Sicherheitskontrolle entdeckt, von dem Fahrer fehlte zunächst jede Spur. Der Brüsseler Bürgermeister sagte der belgischen Zeitung "Le Soir", der Mann sei "mit extrem hoher Geschwindigkeit" gefahren. Im Außenbereich des Cafés hätten sowohl Touristen als auch Einheimische gesessen. Die Zeugen des Vorfalls hätten einen Schock erlitten.
T.Wright--AT