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Säureangriff auf Nebenbuhler: Lange Haftstrafe für Mann aus Bayern bestätigt
Weil er seinem Nebenbuhler Flusssäure ins Gesicht schüttete, muss ein Mann aus Bayern lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte nach Angaben des Landgerichts Traunstein vom Montag die Verurteilung des Täters zu neun Jahren Haft wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Er sei nun in Strafhaft.
Wie das Landgericht im Februar in seinem Urteil feststellte, schüttete der Verurteilte dem anderen Mann völlig überraschend einen halben Liter Flusssäure ins Gesicht und über den Oberkörper, nachdem dieser ihm die Tür geöffnet hatte. Der Geschädigte wurde erheblich verletzt, was ihn bis heute einschränkt. So ist er auf einem Auge praktisch blind.
Ein eigenständiges Leben sei ihm nicht möglich, erklärte das Gericht. Der Mann sei durch den Angriff fast gestorben. Er habe das nur verhindert, indem er sofort Maßnahmen zur Dekontamination ergriffen habe. Der Verurteilte habe das Ziel gehabt, die Beziehung zwischen seiner Exfreundin und dem Geschädigten, den er persönlich nicht gekannt habe, zu beenden.
Nach dem Traunsteiner Urteil wandte sich der Täter an den BGH, um es überprüfen zu lassen. Die Revision wurde aber dem Landgericht zufolge verworfen. Flusssäure wird in der Industrie verwendet und ist stark ätzend.
J.Gomez--AT