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Irakischer Schiitenführer warnt vor Angriffen auf Irans Anführer
Der irakische Schiitenführer Ayatollah Ali Sistani hat vor den Konsequenzen eines Angriffs auf iranische Anführer gewarnt. Ein Angriff auf die "oberste religiöse und politische Führung" des Iran würde "schreckliche Folgen für die Region" haben und könnte sie in "allgemeines Chaos" stürzen, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des geistlichen Oberhaupts der Schiiten im Irak.
Vielmehr müsse der "ungerechte Krieg" zwischen dem Iran und Israel beendet und eine "friedliche Lösung" für das Teheraner Atomprogramm gefunden werden, erklärte Sistani. Der Geistliche genießt hohen Einfluss unter Schiiten im Irak und in der ganzen Welt.
Die israelische Regierung äußerte seit Beginn des Krieges mit dem Iran am 13. Juni immer wieder Drohungen gegen Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei. "Ein solcher Mann darf nicht weiter existieren", erklärte Israels Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag. Am Montag hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu dem US-Fernsehsender ABC News gesagt, eine Tötung Chameneis würde "den Konflikt nicht eskalieren, es wird ihn beenden".
US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die USA wüssten, wo sich Chamenei verstecke. Es gebe aber "zumindest vorerst" keine Absicht, den iranischen Anführer zu töten. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll Trump kurz nach Kriegsbeginn einen israelischen Plan zur Tötung Chameneis unterbunden haben.
T.Wright--AT