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Kindesmissbrauch auf Philippinen in Auftrag gegeben: Festnahme in Bayern
Weil er über Jahre hinweg den sexuellen Missbrauch eines Kinds auf den Philippinen in Auftrag gegeben haben soll, haben Ermittler in Bayern einen 53-Jährigen festgenommen. Der Mann sitzt wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Kindesmissbrauch in Untersuchungshaft, wie die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Dienstag mitteilte. Er soll den Missbrauch des Mädchens gegen Geld per Livestream verfolgt und angeleitet haben.
Vermutlich 2022 soll er über soziale Medien Kontakt zu dem damals zwölfjährigen Mädchen aufgenommen haben. Gegen Geld habe er es anschließend dazu gebracht, sexuelle Handlungen an bislang unbekannten Männern vorzunehmen. Dies soll der 53-Jährige über einen Livestream per WhatsApp verfolgt haben. 2019 soll sich der Mann auf den Philippinen aufgehalten haben. Welche Rolle dieser Aufenthalt bei den Vorwürfen spielt, war unklar.
Die Ermittlungen waren im Dezember durch einen Hinweis der australischen Sicherheitsbehörden ins Rollen gekommen. Darin wurde von einem anhaltenden sexuellen Missbrauch eines Mädchens auf den Philippinen berichtet. Einem damals noch unbekannten Mann aus Deutschland wurde vorgeworfen, die Erstellung der Kinderpornos in Auftrag gegeben und sich so die Dateien beschafft zu haben.
Durch Ermittlungen konnte der 53-Jährige als Tatverdächtiger identifiziert werden. Vor rund zwei Wochen wurde seine Wohnung im Landkreis Erlangen-Höchstadt durchsucht. Dabei wurde er festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war der Computer des Manns eingeschaltet. IT-Forensiker begannen noch vor Ort mit der Sicherung und der Auswertung der Daten.
Der Verdacht gegen den 53-Jährigen habe dadurch erhärtet werden können. Auf mehreren Handys wurden zahlreiche Fotos von sexuell missbrauchten Kindern entdeckt. Eines der Mädchen auf den Bildern sehe dem missbrauchten Mädchen von den Philippinen ähnlich, das heute 15 Jahre alt ist.
H.Gonzales--AT