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14 Tote bei Einsturz von Bahnhofs-Vordach in Serbien
Beim Einsturz eines Bahnhofs-Vordachs im serbischen Novi Sad sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sei ein Kind, sagte Präsident Aleksandar Vucic am Freitagabend. Vucic kündigte in einer Fernsehansprache an, die Verantwortlichen für das Unglück zu bestrafen.
Das Unglück ereignete sich am Freitagmorgen am Hauptbahnhof von Novi Sad. Unter dem Vordach versammelten sich regelmäßig zahlreiche Pendler, während sie auf ihren Zug warteten.
Am Freitagabend entzündeten Bewohner vor dem Bahnhof und auf einem Platz im Herzen von Novi Sad Kerzen zum Gedenken an die Todesopfer. "Ich bin sprachlos", sagte Bewohnerin Natasa Siladji Radio Free Europe. "Ich kann gar nicht glauben, dass so etwas in meiner Stadt passieren konnte."
Fünf der Todesopfer konnten laut Präsident Vucic zunächst nicht identifiziert werden. Vucic rief in seiner Fernsehansprache dazu auf, die Familien der Opfer zu unterstützen. "Die Verantwortlichen werden bestraft, das versichere ich Ihnen." Die Regierung rief für Samstag eine eintägige Staatstrauer aus.
Der Blutspendedienst der Stadt rief die Bewohner auf, Blut für die Verletzten zu spenden. Vor dem Blutspendezentrum bildete sich daraufhin bis in den Abend hinein eine lange Schlange.
Der Hauptbahnhof der zweitgrößten Stadt Serbiens war erst im Juli nach dreijährigen Renovierungsarbeiten wieder voll in Betrieb gegangen. An Teilen des Bahnhofs liefen weiterhin Arbeiten. Der serbische Bahnbetreiber betonte jedoch, das eingestürzte Vordach sei nicht Teil der Bauarbeiten gewesen. Die Unglücksursache werde noch untersucht.
J.Gomez--AT