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Bätzing erwartet Veränderung der Kirche durch Weltsynode im Vatikan
Vor der im Oktober im Vatikan stattfindenden Weltsynode hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, Veränderungen in der katholischen Kirche gefordert. Es sei das Ziel dieser Weltsynode, dass sich die Kirche verändert, sagte der Limburger Bischof am Mittwoch am Rande der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz in Wiesbaden.
Bätzing forderte Papst Franziskus in dem Zusammenhang auf, die Ergebnisse der Weltsynode auch umzusetzen. Bei der Amazonassynode habe der Papst dies nicht getan. Er hoffe, dass der Papst nun "sich strukturell enger bindet an Ergebnisse". Die Frage sei, wie das Zusammenspiel von echter Synodalität und dem päpstlichen Primat funktioniere. "Das ist eine Frage, die auch noch kirchenrechtlich zu klären ist", sagte Bätzing.
Die Weltsynode soll vom 4. bis zum 29. Oktober in Rom stattfinden. Daran nehmen Kleriker und auch einige Laien aus der ganzen Welt teil. Deutschland ist mit einer Delegation vertreten. Franziskus berief die Weltsynode ein, in einem Jahr soll es eine zweite Runde geben. Das Format ist allerdings umstritten, weil die Entscheidungsbefugnisse undeutlich sind. In der katholischen Kirche hat der Papst die größte Autorität.
Bei der von Bätzing erwähnten Amazonassynode hatten die Teilnehmer 2019 mit klarer Mehrheit gefordert, für die besonders stark von Priestermangel betroffene Region den Pflichtzölibat zu lockern und auch verheiratete Männer als Priester zuzulassen. Papst Franziskus ging auf die Forderungen dann aber nicht ein.
M.White--AT