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Israelische Armee tötet nach Auto-Attacke mutmaßlichen Angreifer
Israelische Soldaten haben im Westjordanland einen mutmaßlichen Angreifer getötet, der mit seinem Auto drei junge Männer gerammt und verletzt haben soll. Das teilten die israelische Armee und die Rettungskräfte am Samstag mit. Nach Angaben der Armee setzte ein "Terrorist" in der Nähe der Stadt Beit Ummar ein Fahrzeug als Rammbock ein, bevor er "neutralisiert" worden sei. Ein Sprecher bestätigte anschließend den Tod des Mannes.
Nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom wurden drei Männer verletzt, einer von ihnen schwer. Sie wurden in Krankenhäuser in Jerusalem eingeliefert.
Angaben zur Identität des mutmaßlichen Angreifers lagen zunächst nicht vor. Beit Ummar liegt einige Kilometer nördlich von Hebron im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland.
In der Nacht zum Samstag hatte die israelische Polizei einen israelischen Araber in Jerusalem getötet. Nach Darstellung der Polizei hatten Beamte den 26-jährigen Medizinstudenten an einem der Zugangstore zum Tempelberg angehalten und befragt. Dabei habe der "Terrorist" einen Polizisten angegriffen, dessen Waffe entwendet und damit einen Schuss abgefeuert. Die Beamten kämpften den Angaben zufolge mit dem Mann und erschossen ihn dabei.
Die Familie des Toten stellte die Angaben der Polizei in Frage. Die im israelischen Parlament vertretene islamisch-konservative Raam-Partei wies die Darstellung zurück.
Seit Jahresbeginn wurden in dem Konflikt mindestens 88 Palästinenser getötet, unter ihnen militante Aktivisten, aber auch Zivilisten und Kinder, ein arabischer Israeli, 14 Israelis, darunter Sicherheitskräfte und Zivilisten, sowie eine Ukrainerin.
W.Morales--AT