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Mehrtägige Großfahndung in sieben Bundesländern führt zu 42 Festnahmen
Bei der bisher größten bundesweiten Fahndungsaktion zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen in sieben Bundesländern hat es insgesamt 42 vorläufige Festnahmen wegen verschiedener Delikte gegeben. Insgesamt wurden seit Dienstag 5300 Fahrzeuge und 8000 Menschen kontrolliert, wie das hessische Innenministerium am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Rahmen der Fahndung wurden 180 Straftaten und 360 Ordnungswidrigkeiten registriert.
Unter anderem wurden 22 Verdächtige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verhaftet. Eine weitere Festnahme gab es wegen des Verdachts eines Einbruchsdiebstahls. In drei Fällen wurden bestehende Haftbefehle vollstreckt.
An der Aktion waren die Landespolizeien in Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Schleswig-Holstein sowie das Bundeskriminalamt und die Bundespolizei beteiligt. Beispielsweise gab es auf überregionalen Reiserouten Kontrollstellen, um den Druck auf international agierende Gruppen zu erhöhen.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sprach von einem "wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen". Der starke Anstieg der Fallzahlen und die häufige Nutzung hochgefährlicher Sprengstoffe durch "diese skrupellosen Tätergruppierungen" könnten unbeteiligte Menschen in Lebensgefahr bringen, erklärte sie.
Dem Bundesinnenministerium zufolge war im vergangenen Jahr mit 496 Fällen ein neuer Höchststand bei der Sprengung von Geldautomaten erreicht worden. Das war ein Anstieg um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut hessischem Innenministerium ereigneten sich teilweise bundesweit bis zu fünf Taten in einer Nacht. Häufig davon betroffen sind verkehrsgünstig gelegene Automaten, die sich in Fluchtnähe von Autobahnen befinden.
"Die hohe Kontrolldichte und der anhaltende Fahndungsdruck machen deutlich: Wir werden es international agierenden Sprengerbanden in Deutschland in Zukunft so schwer wie möglich machen", erklärte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). "Verbrecher machen nicht an Landesgrenzen halt - deshalb müssen wir, Hand in Hand mit unseren Nachbarn, grenzübergreifend zusammenarbeiten", ergänzte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU).
Laut der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens (SPD) agieren die Täter "skrupellos" und schrecken vor keiner Gefährdung Unbeteiligter zurück. Polizeiliche Maßnahmen allein reichten nicht aus, um Taten wie diese unattraktiv zu machen. "Flächendeckend hohe Sicherheitsstandards der Geldautomaten sind der Schlüssel, damit sich Sprengungen nicht mehr lohnen", erklärte Behrens.
A.Ruiz--AT