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Papst Franziskus in Demokratischer Republik Kongo gelandet
Papst Franziskus ist am Dienstagnachmittag in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo gelandet, wo ihn bereits tausende Gläubige erwarteten. "Darauf haben wir ein Jahr lang gewartet, es ist eine wunderbare Reise", sagte der 86-jährige Pontifex an Bord des Flugzeugs vor mitreisenden Journalisten. Die Reise in die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan war ursprünglich für Juli 2022 geplant gewesen, wurde jedoch wegen Franziskus' Knieproblemen verschoben.
Bereits am Vormittag hatte sich eine Menschenmenge vor dem Flughafen von Kinshasa versammelt, um den Papst zu begrüßen, der mit seinem "Papamobil" in das etwa 25 Kilometer entfernte Stadtzentrum gebracht werden sollte. "Ich wollte die Gelegenheit, ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen, nicht verpassen", sagte die 30-jährige Maggie Kayembe der Nachrichtenagentur AFP. "Er predigt Frieden, wohin er kommt, und Frieden können wir wirklich gebrauchen", fügte sie hinzu.
Franziskus sollte in Kinshasa von Präsident Felix Tshisekedi empfangen werden und eine Rede vor Politikern und Vertretern der Zivilgesellschaft des von extremer Armut geplagten Landes halten. Am Abend werden Zehntausende zu einer Andacht am N'dolo-Flughafen erwartet, am Mittwoch wird der Papst in Kinshasa eine Messe unter freiem Himmel halten, bei der rund eine Million Menschen erwartet werden.
Franziskus wird vier Tage in dem Land bleiben und seine Afrika-Reise am Freitag im Südsudan fortsetzen. Aus Sicherheitsgründen wurde ein geplanter Besuch im ostkongolesische Goma gestrichen. Dort sind dutzende bewaffnete Milizen aktiv. "Ich wäre auch gerne nach Goma gereist, aber wegen des Krieges kann man dort nicht hin", sagte der Papst im Flugzeug.
Als sich die aus Rom kommende Maschine über der Sahara befand, sprach das katholische Kirchenoberhaupt ein Gebet für ums Leben gekommene Flüchtlinge: "Lassen Sie uns in Stille einen Gedanken fassen, ein Gebet für all die Menschen beten, die auf der Suche nach Wohlstand und Freiheit (die Wüste) durchquert und dies nicht überlebt haben", sagte er auf Italienisch. Jedes Jahr versuchen tausende Menschen aus Afrika die Sahara zu durchqueren und dann über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Viele von ihnen kommen dabei ums Leben.
Für den Papst, der im Rollstuhl sitzt, ist es die 40. Auslandsreise seit seiner Ernennung und die fünfte, die ihn auf den afrikanischen Kontinent führt. Rund ein Dutzend öffentliche Auftritte sind während der Reise geplant. Bei den Treffen, Ansprachen und Messen will der argentinische Jesuit für Frieden in den beiden krisengeschüttelten Ländern beten und Themen wie Entwaldung und Erderwärmung ansprechen.
Die Demokratische Republik Kongo, mit 100 Millionen Einwohnern das größte katholische Land Afrikas, wird seit Jahren von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen bewaffneten Gruppen und der Armee erschüttert. Trotz reicher Rohstoff-Vorkommen leben zwei Drittel der Bevölkerung von weniger als 2,15 Dollar am Tag.
M.O.Allen--AT