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Polizei: Anschlag auf Moschee in Pakistan war Racheakt gegen Sicherheitskräfte
Der Selbstmordanschlag auf eine Moschee im Nordwesten Pakistans ist nach Angaben der Polizei ein "gezielter Racheakt" gegen die Sicherheitskräfte gewesen. Bei dem Anschlag am Montag in der Moschee auf dem Gelände des Polizeipräsidiums von Peshawar wurden nach jüngsten Angaben mindestens 95 Menschen getötet. 221 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Regionalminister Muhammad Azam Khan am Dienstag.
Rettungskräfte wollen am Dienstag den letzten Teil des eingestürzten Dachs der Moschee abtragen, hatten jedoch wenig Hoffnung, auf weitere Überlebende zu stoßen. In der Moschee hatten 300 bis 400 Polizisten nachmittags gebetet, als sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte. Nach Angaben der Polizei kam der Attentäter als Gast in die Moschee und hatte zehn bis zwölf Kilogramm Sprengstoff dabei.
"Das Ziel war es, uns als Sicherheitskräfte zu demoralisieren", sagte der Polizeichef von Peshawar, Muhammad Ijaz Khan, der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind in vorderster Linie im Kampf gegen Extremisten und deshalb wurden wir zum Ziel."
Das Polizeipräsidium in der nahe der afghanischen Grenze gelegenen Stadt ist einer der am stärksten gesicherten Orte der Millionenstadt. In dem Gebäude sind Büros des Geheimdienstes und der Anti-Terror-Einsatzkräfte untergebracht. In den vergangenen Monaten hatte es in Peshawar wiederholt Angriffe insbesondere auf Sicherheitskräfte gegeben.
Bisher bekannte sich keine Gruppierung zu dem Anschlag. Sowohl die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) als auch der pakistanische Zweig der radikalislamischen Taliban, der unter dem Namen Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) firmiert, sind in der Region aktiv. Die TTP hat die Verantwortung für den Anschlag am Dienstag in einer Stellungnahme zurückgewiesen. Nach Angaben der Behörden könnte eine Gruppierung, die zeitweise mit der TTP zusammenarbeitet, hinter dem Anschlag stecken.
F.Ramirez--AT