-
Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde
-
Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU
-
ARD-Hochrechnung sieht CDU in Mecklenburg-Vorpommern unter Fünfprozenthürde
-
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus verteidigt Direktmandat in Ludwigslust
-
Linke verdankt Wahlsieg in Berlin vor allem jüngeren Menschen
-
Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für CDU
-
Knoten gelöst: Paderborn holt ersten Saisonsieg
-
Rad-WM: Evenepoel fliegt zum historischen vierten Zeitfahr-Gold
-
Bürgermeisterwahl in brandenburgischem Strausberg: Stichwahl nötig
-
Prognose: Putins Partei siegt wie erwartet bei Parlamentswahl in Russland
-
Macron: Frankreich und Kanada sind "große unabhängige Nationen und wollen es bleiben"
-
Historischer Linken-Sieg in Berlin - Spitzenkandidatin Eralp will Regierung bilden
-
Mecklenburg-Vorpommern: AfD punktete bei bisherigen Nichtwählern und Arbeitern
-
Prognose: Präsidentenpartei gewinnt Parlamentswahl in Russland
-
CDU-Spitzenkandidat Evers fordert stabile Regierung für Berlin
-
AfD sieht nach knappem Sieg in Mecklenburg-Vorpommern Regierungsauftrag bei sich
-
Handball: Magdeburg patzt gegen Melsungen
-
Wahlfiasko für Merz: Wähler strafen CDU ab - Kanzler hält an Reformen fest
-
Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden
-
Nach Drohnenattacken am Wahltag: Russland kündigt verstärkte Angriffe auf Kiew an
-
Schalke und Elversberg gehen mit Remis in die Länderspielpause
-
AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss um Einzug zittern
-
Linken-Wahlsiegerin Eralp: Haben Regierungsauftrag für Berlin
-
Merz will trotz Wahldebakels an Reformkurses festhalten
-
Hochrechnungen: AfD in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss zittern
-
Hochrechnungen: Linkspartei gewinnt Abgeordnetenhauswahl in Berlin klar vor CDU
-
Frankreichs Präsident und Kanadas Regierungschef treffen sich in Überseegebiet
-
Prognosen: Linkspartei gewinnt Abgeordnetenhauswahl in Berlin klar vor CDU
-
Prognosen: AfD bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern knapp vor SPD - CDU muss zittern
-
Italiens Regierungschefin kündigt Burka-Verbot an Schulen an
-
Vor Trump-Xi-Gipfel: US-Finanzminister empfängt Chinas Vize-Regierungschef in New York
-
Rad-WM: Grandiose Koch holt Bronze im Zeitfahren
-
Schick setzt Torserie fort: Leverkusen siegt für Hermann
-
Russische Behörden melden massive Drohnenangriffe am letzten Tag der Parlamentswahl
-
Leiche in brennendem Auto in Bayern entdeckt - Besitzer schwerverletzt in der Nähe
-
"Nein zum Krieg": Exilrussen protestieren am Wahltag vor Botschaft in Berlin
-
Trump: In Washington geplanter Triumphbogen soll auch als Armeestützpunkt dienen
-
Hohe Beteiligung bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
-
Bei Berliner Abgeordnetenhauswahl zeichnet sich höhere Wahlbeteiligung ab
-
Hohe Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bis 14.00 Uhr
-
Heidenheim verschenkt Sieg in Bielefeld
-
Vor Wagner-Ankunft: Hannover besiegt Bochum
-
USA warnen vor Eskalation im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und Huthi-Miliz
-
Zverev brilliert: Davis-Cup-Team zieht in Finalrunde ein
-
Jüdischer Siedler im Westjordanland getötet - Verdächtiger festgenommen
-
Göttliche Hilfe erhofft: Sri Lankas Luftwaffe fliegt Mönche über Dürregebiete
-
Abgeordnetenhauswahl Berlin: Wahlbeteiligung bis zum Mittag höher als 2023
-
Matchball Zverev: Krawietz/Pütz siegen im Davis-Cup-Doppel
-
Autoindustrie fordert von Gewerkschaften mehr Veränderungsbereitschaft
-
Abgeordnetenhauswahl Berlin: Spitzenkandidaten geben Stimmen ab
Report: Wirtschaft im Osten holt auf - Aber noch keine Augenhöhe mit dem Westen
Ostdeutschland und seine Wirtschaftskraft holen auf - aber auf Augenhöhe mit dem Westen befindet sich die Konjunktur insgesamt noch immer nicht. Der Aufholprozess für die ostdeutschen Länder müsse daher "neu gedacht" und die strukturellen Defizite entschlossener angegangen werden, lautet das Fazit des am Donnerstag vorgestellten diesjährigen Wettbewerbsreports Ostdeutschland. Darin fordern die Experten, den Fokus vordergründig auf Investitionen und Fachkräfte zu lenken.
Der Report wurde vom Saarower Kreis, einem Bündnis ostdeutscher Wirtschaftsverbände, initiiert und von einer Reihe von Experten herausgegeben, unter anderem vom Ifo Institut Dresden und dem Ostdeutschen Bankenverband. Grundlage des Berichts ist wiederum der Ifo-Faktenmonitor mit Strukturdaten zu Ostdeutschland, die einen gesamtdeutschen Vergleich erlauben.
Der Report mit dem Titel "Der Aufholprozess ist in Gefahr" zeigt einerseits, dass der Prozess vorankommt: So lag das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigem in den ostdeutschen Flächenländern 2025 bei rund 85 Prozent des westdeutschen Durchschnittswerts. Vor zehn Jahren waren es erst 78 Prozent und 1991 lag der Wert bei nur 34,5 Prozent.
Brandenburg steht mittlerweile laut Report sogar stärker da als die drei schwächsten westdeutschen Länder Saarland, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. Auch in einigen Landkreisen ist die wirtschaftliche Leistungskraft nun höher als im gesamtdeutschen Durchschnitt, zum Beispiel in der Uckermark, in Jena und im Saalekreis. Das zeige, dass die Grenze nicht immer zwischen Ost und West, sondern zwischen strukturschwachen und dynamischen Regionen verlaufe.
Gleichwohl gebe es weiterhin zentrale strukturelle Defizite, die angegangen werden müssten. Es brauche "eine realistische und kritische Bewertung sowie konsequente Aktivitäten aus Politik und Wirtschaft, damit der Wachstumsprozess neuen Schwung erhält", forderte der Mitherausgeber Joachim Ragnitz von der Dresdner Ifo-Niederlassung. Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser (SPD), nur mit der Stärkung des ostdeutschen Standorts "fördern wir den wirtschaftlichen Erfolg unseres gesamten Landes".
Große Defizite sieht der Bericht bei den Investitionen: Unternehmen in Ostdeutschland investierten "viel zu wenig, um stärkere Produktivitätssteigerungen realisieren zu können". Zwischen 2019 und 2023 lagen die Bruttoanlageinvestitionen je Einwohner nur bei gut drei Vierteln des westdeutschen Niveaus. Ein Grund sei die Überalterung der Bevölkerung - und damit auch der Unternehmer. Auch die geringe Größe der ostdeutschen Firmen spiele mit hinein, was sich darauf auswirkt, Kredite zu bekommen.
Außerdem warnt der Bericht vor einer spürbaren Absenkung des Potenzials an Fachkräften und Arbeitskräften bis 2035 - wiederum durch Überalterung, aber auch Abwanderung. Ein "Mangel an Arbeitsplätzen" wie noch kurz nach der Wiedervereinigung sei kein großes Problem mehr. Besonders Sachsen-Anhalt und Thüringen seien von der "demografischen Schrumpfung" betroffen. Eine höhere Zuwanderung von qualifizierten ausländischen Arbeitskräften wäre nötig, "wovon aktuell jedoch nicht auszugehen ist".
Nicht zuletzt fehle es an ausreichenden Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Auch der Anteil akademisch qualifizierter Beschäftigter sei "trotz vergleichsweise hoher Bildungsausgaben" gering, monierte der Bericht.
Die Experten forderten daher, sich auf die drei großen Themen Investitionen, Innovation und Bildung zu fokussieren. Denkbar seien etwa bessere Abschreibungsregeln und Steueranreize für Unternehmen, mehr private Kapitalgeber und neben der Zuwanderung eine stärkere Bindung von Hochschulabsolventen an regionale Firmen. Die Bereiche Forschung und Entwicklung müssten ebenso gestärkt werden wie der Standort Ost - etwa durch einen weiteren Ausbau der Infrastruktur und schnellere Planungsverfahren.
W.Stewart--AT