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Reiche will sich in China für "moderne Zusammenarbeit" einsetzen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will sich bei ihrem zweitägigen Besuch in China für eine "moderne Zusammenarbeit" einsetzen. "Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten braucht es Dialog, Vertrauen und belastbare Partnerschaften", erklärte die Ministerin am Mittwoch zum Beginn ihres Besuchs in Peking. Grundlage einer modernen Zusammenarbeit seien aber gleichzeitig "Offenheit, Wettbewerb und gegenseitiger Nutzen".
Reiche wird bei ihrem Besuch in Peking und in der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Kanton politische Gespräche führen, an Dialogformaten der Wirtschaft teilnehmen und Unternehmen besuchen, wie ihr Ministerium mitteilte. Zu ihren Gesprächspartnern zählen demnach unter anderem Vizepräsident He Lifeng und Handelsminister Wang Wentao. Begleitet wird die Ministerin von einer rund 35-köpfigen Unternehmensdelegation sowie von vier Bundestagsabgeordneten.
Deutschland und China sind wirtschaftlich eng miteinander verflochten. Mit einem Handelsvolumen von rund 250 Milliarden Euro war China auch im vergangenen Jahr Deutschlands größter Warenhandelspartner, wie das Ministerium betonte. Rund 5000 deutsche Unternehmen seien heute in China aktiv. Das Land entwickle sich zu einem zentralen Innovationsstandort etwa in den Bereichen Batterietechnologien, Digitalisierung, Robotik und Künstlicher Intelligenz. Auch bei zahlreichen Energietechnologien nehme China international eine führende Rolle ein.
Die deutschen Exporte in die Volksrepublik gingen allerdings 2025 um zehn Prozent auf etwa 80 Milliarden Euro zurück, die Importe aus China stiegen auf rund 170 Milliarden. Dieses Handelsungleichgewicht werde in Deutschland und Europa "intensiv diskutiert", erklärte das Wirtschaftsministerium.
Reiche betonte, Deutschland suche einen offenen Dialog mit China, "für eine moderne Partnerschaft aus Wettbewerb, Vertrauen und gegenseitigem Nutzen". Wettbewerb stärke Innovation und technologische Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig bräuchten stabile wirtschaftliche Beziehungen "Transparenz, Planbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen", mahnte sie.
J.Gomez--AT