-
Proteste in Genf gegen G7 vor dem Gipfel in Frankreich
-
Trickdiebe tragen Kommode mit Gold- und Silberschmuck aus Wohnung von Seniorin
-
Iran-Krieg: Widersprüchliche Aussagen zu möglicher Unterzeichnung von Abkommen
-
Referendum in der Schweiz: Nein zur Begrenzung der Zuwanderung zeichnet sich ab
-
Generalsanierung beendet: Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg in Betrieb
-
Schweizer stimmen über Begrenzung der Bevölkerungszahl und Zivildienst ab
-
Bundesregierung wegen Reformen vor Sommerpause in Zeitdruck
-
Großbritannien setzt russischen Öltanker im Ärmelkanal fest
-
Union streitet über Mütterrente
-
22-Jähriger stirbt bei Kletterunfall in bayerischem Karwendelgebirge
-
Dreiköpfige Familie stirbt bei Frontalzusammenstoß auf Bundesstraße in Bayern
-
Hukporti dritter deutscher NBA-Champion
-
Manövrierunfähiges Seebäderschiff vor Helgoland: Großeinsatz auf Nordsee
-
Steinmeier gratuliert Trump zum 80. Geburtstag
-
Irans Fußballverband dringt auf Verbot von Flaggen der Opposition in WM-Stadien
-
Fehlstart bei WM-Rückkehr: Türkei glücklos gegen Australien
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin nach Sanierung wieder freigegeben: Erste Züge rollen
-
Polizist bei Streit in Göttingen durch Schüsse verletzt
-
"Finde keine Worte": Knicks nach 53 Jahren wieder NBA-Champion
-
Durststrecke vorbei: Knicks nach 53 Jahren wieder NBA-Champion
-
"90 Minuten Qual": Schottland mit Duselsieg beim WM-Comeback
-
Gewerkschaft EVG: Italo-Einstieg könnte 16 Städte vom Fernverkehr abkoppeln
-
Dudelsack-Party mit Wacklern: Schotten jubeln bei WM-Rückkehr
-
Trump feiert seinen 80. Geburtstag mit Käfigkampf vor dem Weißen Haus
-
Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird am Sonntag wiedereröffnet
-
Volksabstimmung in der Schweiz über Begrenzung der Bevölkerungszahl
-
Bericht: Mehr als 90 wichtige Bahnprojekte in Deutschland in Gefahr
-
Kein Glanz ohne Neymar: Brasilien stolpert zum Start
-
Neuer steht beim WM-Auftakt im Tor
-
Später Gegentreffer: Schweiz patzt gegen Katar
-
Mögliche Verbindung zu Kushner-Projekt in Albanien: 20 Haftbefehle beantragt
-
Vertragsverlängerung: Rangnick bleibt Österreich treu
-
Iran-Krieg: Widersprüchliche Aussagen zu Termin für Unterzeichnung von Abkommen
-
Trump: Friedensvereinbarung mit dem Iran soll am Sonntag unterzeichnet werden
-
Richterlicher Beschluss: Trumps Name von Kennedy Center entfernt
-
Ukrainisches Akw Saporischschja wieder ans Netz gegangen
-
Kutschfahrt durch Stockholm: Schwedisches Königspaar feiert Goldene Hochzeit
-
Richterlicher Beschluss: Trumps Name wird von Kennedy Center entfernt
-
Iran-Krieg: Einigung auf Abkommen rückt offenbar näher
-
Fußball-WM: Kanada lässt ghanaischen Nationalspieler Partey nicht einreisen
-
Russell holt Pole Position vor Hamilton - Antonelli Dritter
-
Nach ausländerfeindlichen Protesten: Tausende demonstrieren in Belfast gegen Rassismus
-
Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale
-
Vor WM-Start: Abschlusstraining mit Neuer
-
Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon
-
Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland
-
Verweigerte Einreise für Partey: Ghanas Regierung protestiert
-
Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden
-
Tausende Thailänder erweisen verstorbener Prinzessin Bha in Bangkok die letzte Ehre
Elterngeld: Parteiübergreifende Kritik an Kürzungsplänen von Prien
Überlegungen von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU), als Haushalts-Sparbeitrag beim Elterngeld zu kürzen, stoßen auch innerhalb der schwarz-roten Koalition auf Vorbehalte. Die SPD warnte am Freitag, Familien mit kleinen Kindern dürften nicht zusätzlich belastet werden. Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, wandte sich im "Spiegel" gegen entsprechende Pläne, bei der Lohnersatzzahlung 350 Millionen Euro im Jahr zu sparen. Scharfe Kritik kam von Grünen und Linken.
Familienministerin Prien muss in ihrem Etat 500 Millionen Euro einsparen. Um die Ausgaben zu senken, soll die CDU-Politikerin das Elterngeld reformieren. So sieht es der Kabinettsbeschluss zum Bundeshaushalt vor.
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD noch vereinbart, beim Elterngeld den Mindestsatz von 300 Euro und den Höchstsatz von 1800 Euro, die seit der Einführung der Leistung im Jahr 2007 gleichgeblieben sind, anzuheben und Anreize für mehr Väterbeteiligung in alleiniger Verantwortung zu setzen.
Wie sie die Einsparziele konkret erreichen will, wolle sie "in der Regierung und mit den Fraktionen" verhandeln, sagte Prien der "Welt". Sie werde sich als Teil der Regierung "solidarisch" an deren Beschlüsse halten, und arbeite an "konstruktiven Lösungen".
Die Ministerin sprach von mehreren Stellschrauben. Eine davon sei die Dauer des Elterngeld-Bezugs. Derzeit beträgt die Laufzeit des Basiselterngeldes 14 Monate, sofern mindestens zwei Monate davon vom Vater genommen werden. Weitere Kürzungsmöglichkeiten seien die Partnerschaftlichkeit der Mütter- und Vätermonate, die Höhe des Elterngeldes und die Lohnersatzrate.
"Ich würde uns aber nicht empfehlen, bei der Höhe runterzugehen", sagte die Ministerin. Schließlich sei das Elterngeld seit Einführung nie erhöht worden. Zudem würden wegen sinkender Geburtenzahlen weniger Haushaltsmittel benötigt. "Die Demografie ist also eine weitere Stellschraube."
"Wer Sorgeverantwortung übernimmt, verdient Unterstützung statt Kürzungen", erklärte dazu die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Jasmina Hostert. Das Elterngeld stehe "für gesellschaftlichen Zusammenhalt und für eine moderne Familienpolitik". Vor dem Hintergrund eines hohen Konsolidierungsdrucks auf die Bundeshaushalte müsse sehr genau abgewogen werden, "wo Einsparungen verantwortbar sind – und wo nicht", betonte Hostert. "Bevor wir bei Leistungen wie dem Elterngeld sparen, müssen zunächst alle anderen Einnahmen- und Ausgabepositionen des Bundeshaushalts umfassend geprüft werden."
JU-Chef Winkel sagte dem "Spiegel", angesichts der Bemühungen zur Abfederung des demografischen Wandels würde eine Kürzung des Elterngeldes "die Ursache und den Auslöser des gesamten Reformvorhabens noch verschärfen". Das sei "nicht nur unlogisch, sondern führt den Reformprozess an sich ad absurdum", warnte Winkel.
Der JU-Chef warnte seine Partei vor einem Vertrauensverlust. "Für die CDU geht es um mehr als den Umfang einer Lohnersatzzahlung", sagte der 35-Jährige. "Es geht um unseren Ruf als Familienpartei."
Die Linken-Ko-Fraktionsvorsitzende Heidi Reichinnek sagte AFP: "In der aktuellen Situation darüber zu diskutieren, beim Elterngeld die Axt anzusetzen, ist eine absolute Katastrophe." Der aktuell geburtenschwächste Jahrgang seit 1946 hänge auch damit zusammen, dass sich junge Paare aufgrund der finanziellen Belastung immer häufiger gegen Kinder entschieden. Anstatt über Kürzungen zu reden, müsse das Elterngeld "endlich an die neuen Lebensverhältnisse angepasst werden".
Grünen-Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann warf der Bundesregierung vor, "jetzt auch in der Familienpolitik ohne klaren Kompass" zu sein. Während mit der am Freitag im Bundestag beratenen antragslosen Auszahlung des Kindergelds eine echte Erleichterung für Familien komme, stritten Union und SPD "über Kürzungen, Einsparungen und Verschlechterungen für Familien und Alleinerziehende in vielen anderen Fragen", sagte Haßelmann zu AFP. So solle das Elterngeld gekürzt, der Unterhaltsvorschuss gestrichen und die Ganztagsbetreuung verschoben werden. Die Regierungskoalition schaffe damit "vor allem eins: Verunsicherung".
Der Bund der Steuerzahler forderte eine Neuausrichtung des Elterngelds. Gleichzeitig dürften die Sparanstrengungen des Bundes nicht zur Belastungsprobe für Steuerzahler und ihre Familienpläne werden, sagte Präsident Reiner Holznagel der "Rheinischen Post".
J.Gomez--AT