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Frankreichs Senegal-Trauma: "Rache gibt es im Fußball nicht"
Revanche für die mittlerweile sagenumwobene Auftakt-Pleite vor 24 Jahren? Nein, in derlei Kategorien denkt Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps vor dem WM-Start gegen Senegal nicht. "Die meisten Spieler waren 2002 noch nicht einmal geboren. Ich habe das Spiel gesehen, aber ich war nicht dabei. Ich weiß, dass Sie das Wort 'Rache' gerne verwenden. Aber Rache gibt es im Fußball nicht", sagte er den Journalisten bei einer Pressekonferenz am Montag.
Wie damals in Südkoreas Hauptstadt Seoul, als der 2020 verstorbene Papa Bouba Diop den amtierenden Weltmeister mit seinem Treffer zum 0:1-Endstand schockte, treffen die Franzosen am Dienstag (21.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in New York im ersten WM-Spiel auf die Westafrikaner. "Für Senegal war das damals ein schöner Moment, aber wir werden sicherstellen, dass das Ergebnis diesmal für uns positiv ausfällt", so Deschamps.
Deschamps, als Spieler mit Frankreich Welt- und Europameister, hatte seine Karriere in der Nationalmannschaft nach dem Gewinn des EM-Titels 2000 beendet und war beim Vorrundenaus in Südkorea nicht mit von der Partie. So ganz, gab er zu, erinnere er sich nicht mehr an Senegals Team von damals. "Sicherlich waren sie stark, immerhin haben sie Frankreich geschlagen", sagte er.
Vergleichen wollte er die Generation von einst mit der heutigen um Topstar Sadio Mané aber nicht. Lediglich befand er, Senegal habe "eines der besten Teams in Afrika und weltweit". In der Gruppe I warten anschließend noch Norwegen und der Irak auf die Franzosen, die beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada als Top-Favorit auf den dritten WM-Titel nach 1998 und 2018 gelten.
T.Wright--AT