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Macrons ehemaliger Stabschef Moulin wird neuer Zentralbankchef Frankreichs
Der ehemalige Stabschef des französischen Präsidenten, Emmanuel Moulin wird voraussichtlich der nächste Chef der französischen Zentralbank. Die Finanzausschüsse beider Parlamentskammern stimmten am Mittwoch in Paris zwar mit einer knappen Mehrheit von 58 zu 52 Stimmen gegen die Ernennung des von Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagenen Kandidaten - doch es hätte eine Dreifünftelmehrheit gebraucht, um dies zu verhindern.
Die linkspopulistische und sozialistische Opposition hatte zuvor kritisiert, dass Macron kurz vor Ende seiner zweiten und vorerst letzten Amtszeit Schlüsselposten mit engen Vertrauten besetzen wolle. "Ich sehe, dass es Bedenken gibt", sagte Moulin bei seiner Anhörung vor den Abgeordneten. Er verwies auf seine lange Karriere im öffentlichen Dienst, seine Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. "Ich habe meine Aufgaben unter verschiedenen Regierungen wahrgenommen und dabei immer das Gemeinwohl im Auge gehabt", betonte er.
Moulin war 2007 stellvertretender Kabinettschef der damaligen Wirtschaftsministerin Christine Lagarde. Von 2009 bis 2012 war er Wirtschaftsberater des konservativen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Nach einem Wechsel in die Privatwirtschaft, unter anderem bei Eurotunnel, kehrte er 2017 ins Finanzministerium zurück, diesmal als Kabinettschef von Bruno Le Maire. 2025 ernannte Macron ihn zum Generalsekretär des französischen Präsidialamts.
Moulins Vorgänger François Villeroy de Galhau hatte im Februar überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Er will künftig ehrenamtlich einer Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstehen. Villeroy de Galhau stand seit 2015 an der Spitze der Banque de France. Der Chef der Bundesbank, Joachim Nagel, nannte Villeroy de Galhau eine "lebendige Brücke" zwischen Frankreich und Deutschland. Villeroy de Galhau hatte 2024 das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen.
T.Sanchez--AT