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IEA rechnet 2023 vor allem wegen China mit steigender Nachfrage nach Öl
Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet im laufenden Jahr mit einer steigenden Nachfrage nach Öl. "Die weltweite Ölnachfrage übertrifft weiterhin die Erwartungen", erklärte die in Paris ansässige Organisation am Dienstag in ihrem Monatsbericht. Insbesondere wegen der Nachfrage der Petrochemie in China - die chemische Produkte wie etwa Kunststoffe herstellt - hob die IEA ihre Erwartungen für 2023 leicht an. Im kommenden Jahr sei von einem deutlich weniger starken Wachstum auszugehen.
Der chinesische Bedarf an Öl erreichte laut IEA im September dieses Jahr mit 17,1 Millionen Barrel pro Tag einen neuen Höchststand. Weltweit und im Schnitt über das ganze Jahr gesehen gehen die Experten von einem Ölbedarf von 102 Millionen Barrel pro Tag 2023 aus - 2,4 Millionen mehr als im Vorjahr.
Für 2024 rechnet die IEA mit einem verringerten Nachfragewachstum um 930.000 Barrel pro Tag auf dann 102,9 Millionen Barrel. Damit würde erneut ein neuer Höchststand erreicht. Die wirtschaftliche Schwäche vieler westlicher Länder sowie die Energiewende machten sich jedoch bemerkbar.
Mit Blick auf China sieht auch die auf den Klimawandel spezialisierte britische Website Carbon Brief einen ähnlichen Trend. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt dürfte im kommenden Jahr dank des massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien der CO2-Ausstoß zurückgehen, erklärten die Experten am Montag. China ist derzeit der größte Treibhausgasemittent der Welt.
Wie Lauri Myllyvirta vom Centre for Research on Energy and Clean Air auf Carbon Brief schreibt, beläuft sich allein die in diesem Jahr zugebaute Kapazität von Solarenergie in China auf das Doppelte der gesamten installierten Kapazität in den USA. "Allein die im Jahr 2023 neu installierte Solar-, Wind-, Wasser- und Kernkraftkapazität wird schätzungsweise 423 Terawattstunden (TWh) pro Jahr erzeugen, was dem gesamten Stromverbrauch Frankreichs entspricht."
Dadurch werden die CO2-Emissionen aus fossiler Stromproduktion im kommenden Jahr "mit ziemlicher Sicherheit" zurückgehen. Der Bericht fußt auf offiziellen und Unternehmensangaben aus China.
P.Smith--AT