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Studie: Nachhaltiger Konsum geht aus Sorge um Inflation zurück
Viele Menschen in Deutschland glauben einer Studie zufolge zwar, dass sie durch eigenes Verhalten zum Klima- und Umweltschutz beitragen können, dennoch kaufen sie aktuell weniger nachhaltig ein. Das geht aus dem Nachhaltigkeitsindex des Marktforschungsunternehmens GfK hervor, der im Oktober auf den Wert von 92,7 Punkten sank - dem niedrigsten seit der ersten Erhebung Anfang 2022. Demnach wird nachhaltiger Konsum zunehmend zu einer Frage des Einkommens.
Verglichen mit August sank der Index im Oktober deutlich um 8,8 Punkte. "Obwohl drei Viertel der Menschen weiterhin glauben, dass sie mit ihrem Konsumverhalten zum Klimaschutz beitragen können, sind sie zunehmend krisenmüde", erklärte Petra Süptitz vom GfK. Die höheren Preise durch die Inflation hinderten immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher daran, nachhaltige Produkte einzukaufen.
Gaben vor vier Jahren noch 31 Prozent der Deutschen an, sich die Nachhaltigkeit nicht leisten zu können, war es im Oktober mit 48 Prozent fast die Hälfte der Befragten. Betroffen seien vor allem Frauen, Menschen mit niedrigem Einkommen und Single-Haushalte.
Darüber hinaus zeigt die Studie auch, dass der Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher trotz eines ökologischen Bewusstseins nicht auf einen gewissen Komfort verzichten möchte. So ist beispielsweise für 65 Prozent das eigene Auto wichtig. Hier spielt laut GfK auch die Verkehrsinfrastruktur eine Rolle. Der schlechte Ausbau des Nahverkehrs sei für 62 Prozent der Befragten ein Hindernis, sich alternativ fortzubewegen.
Für den Index befragt das GfK alle drei Monate 1000 Konsumentinnen und Konsumenten. Ausgehend von einem Basiswert 100, der den Durchschnittswerten des vergangenen Jahres entspricht, wird die Veränderung gegenüber dem letzten Monat der Erhebung angegeben.
O.Gutierrez--AT