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Bitkom-Umfrage ergibt digitale Kluft zwischen Geschlechtern
Zwischen den Geschlechtern gibt es laut einer Bitkom-Umfrage eine Kluft bei der Nutzung digitaler Geräte und Anwendungen. Wie der Digitalverband am Freitag mitteilte, schätzen Frauen ihre Fähigkeiten in dem Bereich teils deutlich zurückhaltender ein als Männer. So sehen sich etwa 88 Prozent der Männer hierzulande in der Lage, eine E-Mail zu schreiben, bei den Frauen sind es 80 Prozent.
84 Prozent der Männer und 77 Prozent der Frauen wissen zudem, wie sie im Internet erfolgreich nach Informationen suchen. Kurznachrichten per SMS oder Messenger können nach eigenen Angaben 84 Prozent der Männer und 74 Prozent der Frauen verschicken. Befragt wurden 1002 Menschen ab 16 Jahren.
"Wir brauchen eine gleichberechtigte Teilhabe an der digitalen Welt", forderte Susanne Dehmel von der Bitkom-Geschäftsleitung. Dazu müsse nicht nur mit veralteten Rollenbildern aufgeräumt werden, sondern Frauen und Mädchen müssten "gezielt gefördert und ermuntert werden, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen, und ihr Können auch selbstbewusst anzuwenden".
Wie die Umfrage weiter ergab, ist auch die Skepsis gegenüber der digitalen Welt bei Frauen stärker ausgeprägt. So gaben 19 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer an, lieber in einer Welt ohne digitale Technologien leben zu wollen. Außerdem wissen nur 30 Prozent der Frauen, aber 43 Prozent der Männer, wie sie ihre Accounts vor Angriffen schützen können - zugleich wünschen sich aber 45 Prozent der Frauen mehr Kenntnisse dazu.
Mädchen und Jungen müssten schon in der Schule "gleichermaßen Kompetenzen für die digitale Zukunft vermittelt werden", forderte Bitkom, "frei von jeglichen Klischees".
P.Hernandez--AT