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Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich erfreut über die Genehmigung der USA für den Verkauf des mit Israel entwickelten Raketenschutzschirms Arrow 3 an Deutschland gezeigt. Das System sei "essenziell, um zukünftig Deutschland vor ballistischen Raketenangriffen schützen zu können", erklärte Pistorius am Donnerstag in Berlin.
Auch wolle Deutschland das System in die Luftverteidigung der Nato integrieren, fügte der Minister hinzu. Ferner werde Deutschland mit Arrow 3 auch "die Sicherheit unserer Nachbarländer" unterstützen. Das Projekt stelle zudem "ein Zeichen unserer besonderen deutsch-israelischen Beziehungen" dar, betonte der Minister.
Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigte, dass die Zustimmung der USA zum Verkauf von Arrow 3 an Deutschland in Israel eingegangen sei. Zuvor war das bereits von israelischer Seite mitgeteilt worden.
Die Zustimmung der US-Regierung war erforderlich, weil Arrow 3 durch das Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) in Zusammenarbeit mit dem US-Flugzeugbauer Boeing entwickelt und hergestellt wird. In einem nächsten Schritt würden Vertreter israelischer und deutscher Verteidigungsunternehmen eine Vereinbarung zu dem Deal unterzeichnen, kündigte das israelische Verteidigungsministerium an.
Israelischen Angaben zufolge hat das Geschäft ein Volumen von 3,5 Milliarden Dollar. Das Bundesfinanzministerium hatte die Gesamtkosten für die Anschaffung vor kurzem auf "3,99 Milliarden Euro nach derzeitigem Kenntnisstand" beziffert. Der Haushaltsausschuss in Berlin hatte Mitte Juni bereits eine erste Tranche in Höhe von 560 Millionen Euro für eine Vorvertrags-Vereinbarung zum Kauf des Systems freigegeben. Das System soll bis Ende 2025 in Deutschland einsatzbereit sein.
F.Wilson--AT