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Trotz starkem Hein-Debüt: Keine Torwart-Diskussion bei Bremen
Horst Steffen hatte da so eine Vorahnung. "Der kann schon halten", hatte Werder Bremens Trainer vor dem Anpfiff gegen Bayern München gelassen am Sky-Mikro über den Debütanten Karl Hein gesagt. Der Vertreter des verletzten Stammkeepers Mio Backhaus stellte das trotz des bitteren 0:4 (0:2) in den anschließenden 90 Minuten eindrucksvoll unter Beweis - und empfahl sich für mehr.
"An ihm lag es nicht, dass wir verloren haben", analysierte Steffen nach dem Spiel und sah sich gleich der Torwart-Frage ausgesetzt. "Nein", sagte der 56-Jährige entschieden bei Sky: "Das wollen wir gar nicht haben. Es ist eine Festlegung und dementsprechend hoffen wir, dass Mio schnellstmöglich zurückkommt." Die genaue Ausfallzeit von U21-Nationaltorhüter Backhaus ist noch nicht bekannt, er verletzte sich an der Schulter.
"Es tut mir leid für Mio, Verletzungen sind keine schöne Seite des Fußballs. Ich war aber froh, mein Debüt zu geben", sagte Hein an dem für ihn "besonderen Abend". Der 23 Jahre alte estnische Nationaltorhüter war im Sommer nach dem Abgang von Michael Zetterer vom FC Arsenal ausgeliehen worden. Unter anderem die Abschlüsse von Harry Kane (5./26.) und Nicolas Jackson (83.) parierte er stark und überzeugte auch darüber hinaus mit einer ruhigen Ausstrahlung.
"Mein Ziel ist es, dem Team zu helfen und meine Rolle zu erfüllen", sagte Hein zurückhaltend. Allerdings könne man im Fußball "nicht zwischen Nummer eins und Nummer zwei unterscheiden", sagte Hein: "Wir sind zwei junge Kerle, die ihre Karriere vorantreiben wollen, und ich respektiere Mio. Was auch immer die Trainer entscheiden, ich bin hier, um für die Mannschaft da zu sein."
G.P.Martin--AT