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Wüst wirbt für Olympia in NRW: "Größte Bühne"
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat einmal mehr für Olympische Spiele in Deutschland geworben - und bei der Kampagne seines Bundeslandes eine besondere Stärke ausgemacht. "Wir haben ein ganz entscheidendes Alleinstellungsmerkmal: Wir können für den größten Moment eines Sportlerlebens die größte Bühne bauen", sagte der CDU-Politiker am Rande der Feier zum 80. Geburtstag des Sport-Informations-Dienstes: "Und das kann in der Breite kein anderer deutscher Bewerber."
Wüst verwies am Dienstag in der Kölner SID-Zentrale dabei auf die großen Hallen und Arenen in Nordrhein-Westfalen wie dem mehr als 60.000 Zuschauer fassenden Stadion in Gelsenkirchen, in dem laut Bewerbungskonzept bei den Spielen 2036, 2040 oder 2044 die Schwimm-Wettbewerbe stattfinden würden: "Bei allen Gesprächen, die ich auch mit den Präsidenten internationaler Verbände führe, ist das immer ein Hingucker. Das finden die wirklich spannend. Damit kann man werben als Deutschland, international. Und das sollte der Maßstab sein."
Nordrhein-Westfalen mit seiner Rhein-Ruhr-Kampagne steht zunächst in nationaler Konkurrenz zu Berlin, München und Hamburg. Im September 2026 wird bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entschieden, mit welcher Bewerbung Deutschland beim Internationalen Olympischen Komitee ins Rennen geht.
München und Hamburg befragen ihre Bürger, in Bayerns Landeshauptstadt werden die Stimmen bereits am 26. Oktober ausgezählt. Was NRW angeht, wollte sich Wüst auf die Art und Weise noch nicht festlegen. "Ja, wir werden das machen. Wir werden die Bürger befragen in den Städten, die infrage kommen. Dazu gibt es gerade einen sportfachlichen Austausch", sagte der 50-Jährige.
"Oberstes Prinzip" in Deutschland müsse aber sein, "ein international wettbewerbsfähiges Angebot" zu machen: "Es ist kein föderales Fingerhakeln, sondern hier geht es darum, dem DOSB etwas anzubieten: Sucht euch aus, womit ihr international erfolgreich sein könnt." Mit Blick auf die weltweit gefeierten Sommerspiele 2024 sagte er: "Paris war großartig. Wir können es aber eben auch."
P.Hernandez--AT