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Bundestrainer Christian Wück hat nach dem dramatischen EM-Aus seiner Fußballerinnen an den Zusammenhalt der deutschen Öffentlichkeit appelliert. "Die Entwicklung, die wir angefangen haben, ist richtig, und wir stehen voll dazu", sagte Wück in der ARD und betonte: "Ich habe vor Kurzem gelesen, dass der DFB meilenweit hinter den Topnationen stehe - und drei Tage später lese ich, dass 'wir' im Halbfinale sind. Da müssen die Deutschen vielleicht auch mal ein bisschen lernen, dass wir gemeinsam alles zusammen machen, dass wir für die deutsche Nation das Beste wollen."
Seine junge Mannschaft sei erst kurz vor dem Finale gescheitert - und das trotz "unheimlich vieler verletzter und gesperrter Spielerinnen". Deshalb sei klar: "Wir können stolz darauf sein, dass wir so ein Turnier gespielt haben, dass wir so eine Euphorie entfacht haben", in der Heimat und in den EM-Stadien.
"Wir haben eine Entwicklung angestoßen", erklärte Wück nach dem 0:1 n.V. gegen den Weltmeister Spanien, "wir müssen uns aber verbessern, vor allem im Jugendbereich, dass wir gut ausgebildete Spielerinnen in die Bundesliga kriegen." Am Ballbesitzspiel und der Technik müsse weiter gearbeitet werden, "denn wir hatten Chancen, die wir nicht gut zu Ende gespielt haben, daran müssen wir ansetzen. Damit wir irgendwann eine Mannschaft haben, die Turniere gewinnen kann."
Dabei sei aber klar: "Wir wollen keine Blaupause von Spanien werden, wir wollen unsere eigene Identität haben, damit sind die Spanierinnen gar nicht zurechtgekommen. Cooler am Ball bleiben, das ist der Punkt. Das wird ein bisschen dauern, wir brauchen mehr Breite und Talente."
Nach dem jähen Ende des Titeltraumes seien "alle komplett leer", berichtete Wück noch und meinte: "Ich brauche jetzt drei, vier, fünf Tage, um wieder einen klaren Gedanken zu fassen."
Und dann? "Wir machen genau da weiter. Wir können darauf aufbauen und werden versuchen, das in der Nations League so fortzusetzen." Dort wartet Ende Oktober das Halbfinale gegen Frankreich.
A.Williams--AT