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"Gedanken ausschalten": Hollerbach und Union atmen auf
Benedict Hollerbach atmete tief durch - und plötzlich lief es. "Ich habe in der Halbzeit nochmal mit unserer Psychologin gequatscht", sagte der Matchwinner von Union Berlin nach seinem Siegtor zum 1:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg: "Sie hat mir eine Atemübung mitgegeben. Ich sollte mich einfach auf die Atmung konzentrieren, um die Gedanken auszuschalten. Und das hat dann auch ganz gut geklappt."
Und wie: Nach einigen vergebenen Chancen im ersten Durchgang stocherte der 23-Jährige den Ball in der 63. Minute an VfL-Torwart Kamil Grabara vorbei ins Netz - und machte den Unterschied. "Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die, die das Tor gemacht hat", sagte Union-Trainer Steffen Baumgart. Nach nunmehr vier Spielen ohne Niederlage und bei einem Vorsprung von elf Punkten auf den Relegationsplatz in der Bundesliga-Tabelle sollte Union mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben.
Doch feiern wollen sie den Klassenverbleib in Köpenick noch nicht. "Ich finde elf Punkte sind ein sehr, sehr guter Vorsprung. Wir wissen aber auch, wie schnell das im Fußball geht. Wir bleiben bei uns und nehmen den Vorsprung gerne mit", sagte Baumgart nach dem Spiel. Hollerbach resümierte, Union habe seine "Hausaufgaben gemacht." Und manchmal reichen dafür ein oder zwei tiefe Atemzüge.
E.Hall--AT