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Knorr und Dahmke verpassen mindestens auch Tunesien-Spiel
Deutschlands Handballer müssen auch beim Hauptrundenabschluss gegen Tunesien voraussichtlich ohne Juri Knorr und Rune Dahmke auskommen, bei Knorr ist offenbar sogar der Einsatz in einem möglichen WM-Viertelfinale gefährdet. "Ich gehe fest davon aus, dass keiner von den beiden das Tunesien-Spiel spielen wird", sagte Bundestrainer Alfred Gislason nach dem 34:27 gegen Italien: "Danach gibt es sicherlich bessere Chancen, dass Rune wieder reinkommt als Juri."
Ein deutsches Viertelfinale fände am Mittwoch in Norwegens Hauptstadt Oslo statt. Seinen Vorrundenabschluss bestreitet das deutsche Team am Samstag (20.30 Uhr/ZDF) gegen den krassen Außenseiter Tunesien.
Spielmacher Knorr (Rhein-Neckar Löwen) und Linksaußen Dahmke (THW Kiel) hatten das zweite Hauptrundenspiel gegen die Italiener krankheitsbedingt verpasst. Stattdessen wurden Knorr und Dahmke wegen ihrer Erkältungen im Teamquartier isoliert und bezogen Einzelzimmer. "Natürlich ist das eine große Sorge, dass sich weitere Spieler melden. Aber noch sieht es nicht danach aus", sagte Gislason am Donnerstagabend.
Schon vor dem Italien-Spiel hatte der Bundestrainer im ZDF gesagt: "Es hat gestern bei beiden schon angefangen. Vor allem bei Juri hatten wir große Hoffnungen, dass es über Nacht besser werden würde. Das Gegenteil ist eingetreten."
Gislason berief Marian Michalczik in seinen WM-Kader, der Rückraumspieler der TSV Hannover-Burgdorf wurde am späten Donnerstagabend im deutschen Teamquartier in Silkeborg erwartet. Michalczik ist vorerst als "Backup" eingeplant. "Er ist ein Nationalspieler, der auch in der Abwehr spielen kann. Aber er ist vor allem ein Mittelmann, der unsere Spielweise sehr gut kennt", sagte Gislason. Luca Witzke und Nils Lichtlein, die Knorrs Rolle gegen Italien einnahmen, seien "normalerweise die Mittelleute, die vor ihm sind", sagte Gislason.
B.Torres--AT