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Mbappe verletzt: Bangen um die "Nase der Grande Nation"
Tief in der Düsseldorfer Nacht begann das Bangen um die "Nase der Grande Nation". Frankreichs Superstar Kylian Mbappe war in den Katakomben der EM-Arena gerade mit einer Maske im Gesicht Richtung Krankenwagen geschlichen, als sein Trainer bereits Schlimmes befürchtete. "Es geht ihm nicht gut. Es scheint kompliziert zu sein, das ist der Negativpunkt des Abends", sagte Didier Deschamps nach dem Auftaktsieg gegen Österreich (1:0), der durch die Verletzung des Kapitäns in den Hintergrund rückte.
Die Nase ist gebrochen, das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP bereits aus dem engsten Umfeld des Torjägers. Immerhin: Der 25-Jährige muss wohl nicht operiert werden. Und dennoch ist es ein schwerer Schlag für die Equipe tricolore - ob Mbappe in den verbleibenden Gruppenspielen gegen die Niederlande und Polen wieder auf dem Platz stehen kann, war zunächst offen. Am Dienstag finden eine Pressekonferenz (16.00 Uhr) sowie ein Training (17.30 Uhr) der Franzosen statt. Ohne Mbappe?
"Wir haben heute keine Federn, aber eine Nase gelassen. Ich habe ihn auf der Massagebank liegend gesehen. Das ist kein kleiner Kratzer", sagte Deschamps, der sich gedanklich noch nicht mit einem Ausfall seines Ausnahmekönners beschäftigen wollte. "Ich möchte nicht im Konjunktiv sprechen", betonte er, "aber eine französische Nationalmannschaft mit Kylian Mbappe ist immer stärker." Sollte er jedoch ausfallen, "werden wir ohne ihn weiterkämpfen".
Mbappe, der am Montagabend das siegbringende Eigentor des Gladbacher Unglücksraben Maximilian Wöber (38.) mit einem seiner berüchtigten Antritte erzwungen hatte, verletzte sich in der 86. Minute bei einer Kollision mit der Schulter des Österreichers Kevin Danso. Mbappe ließ sich blutüberströmt behandeln, in der Nachspielzeit wurde der französische Kapitän mit auffallend schiefer Nase ausgewechselt.
Auch die Mitspieler wollten dennoch nicht vom schlimmsten Fall ausgehen, sie setzen auf eine Rückkehr ihres Anführers im Turnier. "Ich hoffe, es ist nicht schlimm. Kylian ist ein sehr wichtiger Spieler für uns", sagte Bayern-Profi Dayot Upamecano bei MagentaTV. Und William Saliba betonte, dass Frankreich den Topstar dringend brauche.
T.Sanchez--AT