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Völler: "Sollten mit Deutschland-Binde auflaufen"
Rudi Völler empfiehlt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine Abkehr von der viel diskutierten "One Love"-Binde. "Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Wir sollten mit einer Kapitänsbinde in den Deutschland-Farben auflaufen", sagte der Direktor der DFB-Auswahl der Sport Bild. Das würde auch eine Absage an die Regenbogen-Binde bedeuten, die Kapitän Manuel Neuer schon getragen hat und mit der DFB-Spielführerin Alexandra Popp aufläuft.
Mit dem neuen, alten Stück Stoff "würde man alles ein bisschen beruhigen", glaubt Völler: "Ich verstehe zwar, dass man ab und zu ein Zeichen setzen muss. Aber jetzt geht es wieder um Fußball."
Die DFB-Elf startet am 25. März in Mainz gegen Peru ins Länderspieljahr, drei Tage später kommt es zum Duell mit Belgien in Köln. Kapitän Neuer wird dann nach seinem Beinbruch fehlen. Bei der WM in Katar war dem Torhüter das Tragen der "One Love"-Binde von Weltverband FIFA untersagt worden. Die folgende Debatte hatte das deutsche Auftaktspiel gegen Japan (1:2) überlagert.
Bundestrainer Hansi Flick hatte den Streit um die Binde zuletzt abermals als sehr störend bezeichnet und sich mit Blick auf die Heim-EM 2024 eine Konzentration auf den Fußball erbeten. Besonders Neuer habe sich in Katar "in der ganzen Thematik alleingelassen gefühlt", betonte Flick und forderte: "So viel Druck darf es nie mehr geben - weder auf einen einzelnen Spieler noch auf eine Mannschaft."
Vor dem Japan-Spiel, bei dem Flicks Team eine Führung aus der Hand gab, sei "fast nur noch über die Binde geredet" worden, schimpfte Flick: "Das war einfach nicht gut, und ich hoffe, dass wir aus dieser Situation lernen. Alle. Ich, aber auch die Politik und der Verband." Derart heikle Themen müssten "vorher abgeräumt werden, das ist die klare Lehre aus dieser WM".
H.Thompson--AT