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Verstappen schon wieder unantastbar - Alonso zaubert
Kein famoses Hülkenberg-Comeback, kein Mercedes-Wunder, wieder ein Ferrari-Defekt: Max Verstappen hat das neue Formel-1-Jahr im Stile seiner unnachahmlichen Weltmeistersaison 2022 eröffnet. Beim Großen Preis von Bahrain feierte der Red-Bull-Pilot einen souveränen Erfolg und beendete damit im zehnten Anlauf endlich auch seine Durststrecke auf dem Wüstenkurs.
Für das Spektakel unter Flutlicht beim 36. Formel-1-Sieg Verstappens war aber Altmeister Fernando Alonso (41) verantwortlich. Der Nachfolger des zurückgetretenen Sebastian Vettel pilotierte den enorm verbesserten Aston Martin mit spektakulären Überholmanövern gegen Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Ferrari-Pilot Carlos Sainz auf Rang drei. Platz zwei ging an Verstappens Teamkollegen Sergio Perez. Ferrari-Starpilot Charles Leclerc schied wegen eines Defekts aus - es ist also schon wieder der Wurm drin bei der Scuderia.
Nico Hülkenberg, der Mick Schumacher bei Haas beerbt hat, konnte nicht an sein starkes Qualifying mit Rang zehn anknüpfen. Der Emmericher verlor auch aufgrund einer frühen Berührung an Geschwindigkeit und beendete das Rennen auf Rang 15 weit außerhalb der Punkteränge.
Und Mercedes musste sich mit den Rängen fünf und sieben durch Hamilton und seinen britischen Landsmann George Russell begnügen - es war keine große Überraschung mehr nach den Eindrücken des Qualifyings und den harschen Worten von Teamchef Toto Wolff.
Dieser sprach am Samstagabend davon, dass man über eine grundlegende Änderung des Fahrzeugkonzepts nachdenken müsse. "Wir starteten letztes Jahr mit sechs Zehnteln Rückstand und jetzt schon wieder", haderte Wolff. Unmittelbar vor dem Rennen sagte er: "Es geht jetzt nur darum, das Beste draus zu machen. Das Auto ist was es ist, wir müssen es in der Fabrik weiterentwickeln."
Am Kommandostand stand Wolff an der Seite seines neuen Ersatzfahrers Schumacher. Beide mussten mitansehen, wie Verstappen vorne einsam seine Kreise zog, Alonso zauberte und die zwischen 2014 bis 2021 kaum schlagbaren Silberpfeile zu keiner Zeit auf das Podium hoffen konnten.
"Überleben, aber nichts verlieren" wolle er, sagte Hülkenberg bei Sky vor seinem ersten Rennstart als Stammpilot seit dem 1. Dezember 2019. Das gelang nicht, der 35-Jährige verlor auch wegen einer Berührung mit dem Alpine des Franzosen Esteban Ocon in der ersten Runde vier Position und fand sich nach der ersten Streckenumrundung auf Rang 14 wieder.
Ganz vorne verteidigte Verstappen den ersten Platz beim Start erfolgreich. Dahinter kämpfte sich Leclerc vorbei an Perez auf Rang zwei, Lance Stroll räumte in Kurve eins um ein Haar seinen Teamkollegen Alonso ab.
Als das Rennen einen geordneten Verlauf zu nehmen schien, rollte Leclercs Ferrari auf Rang drei liegend aus. "No Power", funkte der Monegasse an die Box und stand nach dem Aussteigen noch lange frustriert neben seinem roten Rennwagen.
"An Tagen wie diesen gibt es nicht viel Positives", erklärte er anschließend: "Wahrscheinlich war das Qualifying nicht schlecht, auch der erste Stint war gut. Aber abgesehen davon war es eine Schande."
Verstappen siegte erstmals beim Saisonauftakt. Das allerdings war zuletzt kein gutes Omen: Seit 2017 ist der Fahrer, der das erste Saisonrennen gewonnen hat, jeweils "nur" WM-Zweiter geworden.
S.Jackson--AT