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Elon Musk gibt nach Abstimmung Trumps Twitter-Profil wieder frei
Trump ist zurück auf Twitter: Der neue Chef des Onlinediensts, Elon Musk, hat nach einer Abstimmung unter Nutzern das Profil des Ex-Präsidenten wieder freigegeben. Am Samstag (Ortszeit) war Trumps Twitter-Profil im Internet wieder zu sehen. Wenige Stunden zuvor hatte Trump allerdings bekräftigt, nicht zu Twitter zurückkehren zu wollen. Die Freigabe erfolgte vier Tage nachdem Trump verkündet hatte, 2024 erneut für die US-Präsidentschaft zu kandidieren.
Musk hatte Twitter-Nutzer zuvor in einer 24-stündigen Online-Umfrage abstimmen lassen, ob sie eine Rückkehr Trumps befürworten. Das Ergebnis fiel sehr knapp aus: Von den mehr als 15 Millionen Teilnehmern stimmten 51,8 Prozent für eine Freigabe, 48,2 Prozent stimmten dagegen. "Das Volk hat gesprochen. Trump wird wieder zugelassen", twitterte Musk am Samstag.
Wenige Minuten nach Musks Ankündigung war Trumps Profil im Internet zu sehen. Der letzte Eintrag stammte vom 8. Januar 2021. Trump war nach dem Sturm seiner Anhänger auf das Kapitol am 6. Januar 2021 von Twitter verbannt worden. Er hatte dort mehr als 88 Millionen Follower.
Trump hatte zuvor erklärt, nicht auf die Plattform mit dem blauen Vogel zurückkehren zu wollen, sondern lieber bei dem von ihm selbst gegründeten Netzwerk Truth Social zu bleiben.
In einer Videoansprache am Samstag bei einer Versammlung in Las Vegas bekräftigte Trump dies erneut. Über Elon Musk sagte er: "Ich mag ihn (...), er ist ein Charakter und ich mag Charaktere." Die Umfrage sei beeindruckend, "aber ich habe (...) Truth Social." Auf die Frage, ob er zu Twitter zurückkehren würde, sagte Trump, er sehe keinen Grund dafür.
Einige seiner Verbündeten begrüßten die Freischaltung seines Profils. "Willkommen zurück, @realdonaldtrump!", twitterte etwa der Republikaner Paul Gosar am Samstag.
Zuvor hatte Musk verkündet, die Konten der Komikerin Kathy Griffin, des Psychologen Jordan Peterson und der konservativen Parodie-Seite "Babylon Bee" seien "wieder eingesetzt worden".
"The Babylon Bee" und Peterson waren im März beziehungsweise August wegen Verstößen gegen die Twitter-Richtlinien gesperrt worden - sie hatten sich über Transgender lustig gemacht. Griffin war erst kürzlich gesperrt worden, nachdem sie die neuen, gelockerten Twitter-Regeln genutzt hatte, um ihren Benutzernamen in "Elon Musk" zu ändern.
Musk hatte Twitter Ende Oktober für 44 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) übernommen. Kritiker befürchten, dass er den Kampf gegen die Verbreitung von Hassbotschaften und Falschnachrichten bei Twitter drastisch beschränken könnte.
E.Rodriguez--AT