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Stärkster Anstieg seit 2016: 15 Prozent mehr Baugenehmigungen im ersten Halbjahr
Im Wohnungsbau geht es aufwärts: Im ersten Halbjahr wurden Baugenehmigungen für 126.300 Wohnungen erteilt, das waren 15,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Dies sei der stärkste Anstieg seit 2016 - allerdings sei er auch von einem niedrigen Niveau aus erfolgt. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) führte die hohe Zahl der Genehmigungen auf die Politik der Regierung zurück.
Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,7 Prozent auf 24.000, bei Zweifamilienhäusern lag der Anstieg sogar bei 27,3 Prozent auf 7700. In Mehrfamilienhäusern genehmigten die Behörden 67.000 Neubauwohnungen, ein Anstieg um 16,9 Prozent. Die restlichen Wohnungen wurden in Wohnheimen und in bereits bestehenden Gebäuden genehmigt.
Nur im Juni wurden laut Statistikamt 21.600 Wohnungen genehmigt, das waren 13,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Wohnungen im Neubau stieg dabei um 14,1 Prozent auf 17.800, die der durch einen Umbau entstehenden Wohnungen um 12,1 Prozent auf 3900.
Bauministerin Hubertz erklärte, die seit 13 Monaten steigenden Genehmigungszahlen seien "das Ergebnis zielgerichteter Politik". "Der Bau-Turbo nimmt Fahrt auf, unsere Förderprogramme werden breit angenommen und das Upgrade des Baugesetzbuchs steht in den Startlöchern."
Hubertz räumte ein: "Wir kommen von einem niedrigen Niveau, und wir sind noch längst nicht dort, wo dieses Land beim Wohnungsbau stehen muss." Die Ministerin kündigte an, die Regierung werde nachlegen - "mit einem massiven Mitteleinsatz für den sozialen Wohnungsbau, dem weiteren Abbau von Bürokratie und der Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft des Bundes für mehr bezahlbaren Wohnraum".
E.Rodriguez--AT