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Jüdischer Siedler im Westjordanland getötet - Verdächtiger festgenommen
Nach einem tödlichen Angriff auf einen jüdischen Siedler im Westjordanland ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Der Schusswaffenangriff ereignete sich nach Behördenangaben am Sonntag im Gebiet der Siedlung Neve Tzuf nahe Ramallah. Der Angreifer wurde nach Angaben der israelischen Armee von einem Soldaten angeschossen und später im Krankenhaus festgenommen.
Nahe Dschenin im Westjordanland erschossen Soldaten unterdessen nach Armeeangaben einen Mann, der mit einem Auto auf eine Gruppe von Soldaten zufuhr. Die beiden Angriff ereigneten sich kurz vor Beginn des Jom-Kippur-Festes, des wichtigsten jüdischen Feiertags.
Israel hält das Westjordanland seit dem Sechstagekrieg 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 israelische Siedler. Die Siedlungen sind nach dem Völkerrecht illegal.
Seit dem Großangriff der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt im Westjordanland deutlich zugenommen. Einer AFP-Zählung auf Grundlage palästinensischer Behördenangaben zufolge wurden seither mehr als 1100 Palästinenser von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet, darunter auch bewaffnete Kämpfer. Nach israelischen Angaben wurden im selben Zeitraum mindestens 48 Israelis getötet.
M.O.Allen--AT