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Ruhe nach dem Skandalspiel: Hertha siegt 2:1 in Dresden
Tabellenführer Hertha BSC hat beim brisanten Wiedersehen mit Dynamo Dresden nach dem Skandalspiel vom April auch sein sechstes Zweitligaspiel der Saison gewonnen. Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen siegten die Berliner am Samstagabend in Dresden durch zwei Fernschusstore von Jon Dagur Thorsteinsson 2:1 (1:1).
Pyro auf den Tribünen, Jagdszenen auf dem Platz, Raketenschüsse in die Menge – und 17 Verletzte: Am 4. April hatte es im Rudolf-Harbig-Stadion massive Ausschreitungen gegeben. Auslöser war ein Platzsturm von Hertha-Fans wegen einer geklauten Zaunfahne.
Diesmal durfte der Gästeblock daher nur zur Hälfte ausgelastet werden, er war sehr spärlich gefüllt. Zudem wurden Pufferblöcke eingerichtet. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Krawall und Chaos blieben vor dem Spiel und während der Partie aus, die aktive Hertha-Szene hatte zum Boykott aufgerufen.
So konnten sich vor 29.122 Zuschauern alle Beteiligten auf das Sportliche konzentrieren. Dynamo ging durch ein Tor von Patrice Covic (10.) gegen dessen Ex-Klub in Führung, danach drückte die Hertha auf den Ausgleich, den Thorsteinsson (30.) mit einem 20-Meter-Schuss erzielte.
Kurz nach der Pause hätte Gustaf Nilsson für die überlegene Hertha treffen müssen, der schwedische Nationalstürmer schoss aus drei Metern über das leere Tor (53.). Vier Minuten später machte es Oluwaseun Adewumi per Kopf besser - vermeintlich. Er hatte sich selbst an die linke Hand geköpft, das Tor zählte nicht.
Bis zum Abpfiff hatte die Hertha Vorteile, Thorsteinssons zweites Tor war hochverdient. Dynamo bleibt mit vier Punkten im Tabellenkeller.
A.Taylor--AT