-
100 Tage Iran-Krieg: Neue gegenseitige Angriffe - keine Bewegung bei Gesprächen
-
Mehr als 1,2 Millionen Menschen bei Papst-Messe in Madrid
-
Polizeitransporter kollidiert in Berlin mit Taxi: Acht Verletzte
-
Habeck wirft israelischen Siedlern "Terrorismus" gegen Palästinenser vor
-
Unfall mit drei Pferdekutschen in Thüringen: Sechs teils schwer Verletzte
-
Zehntausende bei Konzert von umstrittenem US-Rapper Kanye West in den Niederlanden
-
Reaktion auf Chinas "Spezialeinsatz": Taiwans Küstenwache entsendet Schiffe
-
Vor Auftakt gegen DFB-Elf: Curacao siegt bei WM-Generalprobe
-
Nations League: Volleyballerinnen kassieren zweite Niederlage
-
Inmitten weiterer Angriffe Israels und der Hisbollah: Libanons Armeechef besucht Pakistan
-
NHL: Vegas legt mit Krimi-Sieg erneut vor
-
Richtungsweisende Wahl: Armenier wählen ein neues Parlament
-
Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru
-
Vorgezogene Parlamentswahl im Kosovo nach monatelanger politischer Blockade
-
Richtungsweisende Parlamentswahl in Armenien
-
Papst hält Messe in Madrid - eine Million Gläubige erwartet
-
Merz, Starmer und Macron treffen Selenskyj zu Ukraine-Gesprächen in London
-
JU-Vorsitzender für geringere Rentenerhöhung zugunsten von Bafög und Elterngeld
-
Papst würdigt Spaniens Einsatz für Frieden und ruft zu Ende "spaltender Debatten" auf
-
Nagelsmann verspricht: Neuer spielt gegen Curacao
-
Nach Karl-Schock: DFB-Elf mit gelungener WM-Generalprobe
-
9,98 Sekunden: Ansah verbessert deutschen Rekord über 100 m
-
Krieg im Nahen Osten: Libanons Armeechef besucht Pakistan
-
WM-Generalprobe mit Sané und Havertz
-
Albanien: Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Naturschutzgebiet
-
DFB-Pokal: FC Bayern zum Auftakt in Osnabrück
-
Antonelli rast zur Pole in Monaco - Hamilton Dritter
-
Chwalinskas Märchen beendet: Andrejewa gewinnt French Open
-
Massive Drohnenangriffe auf Russland - Putin empfängt Altkanzler Schröder im Kreml
-
Eine Woche vor US-Match: Stadion-Angestellte stimmen für Streik
-
Vermisster Dreijähriger in Getränkefass gefunden
-
Gesperrte Brücke: Grüne kritisieren Verkehrspolitik der Regierung
-
Papst würdigt Spaniens "Einsatz für Frieden und Solidarität" bei Besuch in Madrid
-
Pistorius begrüßt große Resonanz zu "Tag der Bundeswehr"
-
D-Day-Gedenken: Hegseth verlangt von Europäern Ausbau ihrer Verteidigungsfähigkeiten
-
Charité: Ebola-Patient gesund aus Krankenhaus entlassen
-
Papst würdigt Spaniens "Einsatz für Frieden und Solidarität"
-
Wolf von Altona ist mutmaßlich tot
-
Merz warnt vor AfD-Erfolgen bei Landtagswahlen
-
Angriff auf Reporter im Libanon 2023: AFP verlangt "präzise Antworten" von Israel
-
CDU in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt Landeschef Peters in Amt
-
DM Balve: Werth zum 19. Mal deutsche Meisterin
-
Hamburger CDU-Vorsitzender Thering in Amt bestätigt
-
Iran kritisiert USA: "Diskriminierung höchster Stufe"
-
Frankreichs Ex-First Lady Bernadette Chirac im Alter von 93 Jahren gestorben
-
Papst zu einwöchiger Spanien-Reise in Madrid eingetroffen
Elterngeld: Prien wirbt für Anhebung - trotz Sparzwängen
Trotz massiver Sparzwänge im Bundeshaushalt hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dafür geworben, beim Elterngeld Erhöhungen zu ermöglichen. Das Elterngeld müsse "nach wie vor eine zuverlässige Familienleistung bleiben", sagte Prien am Dienstag in Berlin. Zugleich verwies sie auf die Notwendigkeit eines "verfassungsmäßigen Haushalts". Beides in Einklang zu bringen, sei ihr "Auftrag" und in diesem Sinne werde sie "mit den Fraktionen und auch in der Regierung verhandeln".
Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD eigentlich vereinbart, das Elterngeld anzuheben, das seit 2007 nicht mehr erhöht wurde. Zur Deckung der milliardenschweren Finanzierungslücke im Bundeshaushalt 2027 muss die Familienministerin in ihrem Etat 500 Millionen Euro aber einsparen. Dazu ist auch eine Reform des Elterngelds vorgesehen.
Als Familienpolitikerin sei sie "natürlich gegen jede Streichung und Kürzung bei Familienleistungen", sagte Prien bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Im Gegenteil, ich halte zum Beispiel die Erhöhung der Mindest- und Höchstbeträge beim Elterngeld für geboten." Es müsse alles in Deutschland getan werden, "um die Rahmenbedingungen für potenzielle zukünftige Eltern so gut zu machen, dass die Leute auch in Deutschland wieder Lust haben, Kinder zu bekommen".
Allerdings müssten im Bundeshaushalt für 2027 noch "irgendwie 30 Milliarden Euro" eingespart werden, sagte die Ministerin. Sie sei ja gemeinsam mit den anderen Ressorts aufgefordert, bis zum Kabinettsbeschluss am 7. Juli Einsparvorschläge zu machen. Es wäre "auch nicht verantwortlich für nachfolgende Generationen, wenn man nachhaltig eine unsolide Haushaltspolitik macht".
Finanzielle Spielräume beim Elterngeld ergeben sich nach Priens Einschätzung durch die sinkenden Geburtenraten in Deutschland. "Insofern gibt es ja eine demografische Rendite."
Im Deutschlandfunk hatte die Ministerin zuvor als weitere mögliche Stellschrauben für Einsparungen die Bezugsdauer des Elterngeldes und die Vorgaben zur partnerschaftlichen Aufteilung der Elternzeit genannt. Klar müsse auf jeden Fall sein, dass sich aktuelle Elterngeldbezieher auf die bisher noch geltenden Regelungen verlassen können müssten.
"Ich würde bei den Mindest- und Höchstbeträgen eher darüber nachdenken, noch mal ein Stück weit nach oben zu gehen, so wie es ja versprochen war", sagte Prien. Dann müssten "eben Einsparungen aus anderen Stellschrauben möglich werden". Voraussetzungen für Einsparungen beim Elterngeld sei für sie auch, dass Familien gleichzeitig steuerlich stärker gefördert würden und der Bund seinen Beitrag zur Kinderbetreuung erhöhe.
Angesichts parteiübergreifender Kritik an drohenden Kürzungen beim Elterngeld sah Prien ihre Verhandlungsposition in den Haushaltsgesprächen gestärkt. "Ich bin sicher, dass auch nach der Diskussion der letzten Tage in der gesamten Koalition das Bewusstsein dafür geschärft ist, dass Familien nicht diejenigen sein dürfen, die am ehesten herangezogen werden, wenn es um Sparen geht", sagte sie.
Derzeit beträgt das Elterngeld normalerweise 65 Prozent des Nettoverdienstes vor der Geburt, mindestens aber 300 Euro und höchstens 1800 Euro pro Monat. Die Laufzeit beim sogenannten Basiselterngeld beträgt 14 Monate, wenn davon mindestens zwei Monate vom Vater genommen werden.
Der Deutsche Lehrerverband warnte vor Einsparungen zulasten von Kindern und forderte Investitionen in die Kindertagesstätten. Verbandspräsident Stefan Düll sagte der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe) zu Kürzungsplänen der Bundesregierung: "Wenn beim Elterngeld gespart wird und das Geld direkt in die Kita-Förderung fließt, hat das eine Logik – dann kommt es den Kindern weiter zugute. Problematisch wäre es, wenn einfach eingespart wird, ohne dass Kinder davon profitieren."
Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek warf Prien vor, durch ein Hin und Her bei ihren Ankündigungen zum Elterngeld Familien und Paare mit Kinderwunsch "massiv zu verunsichern". Nötig sei "ein Elterngeld, das Familien verlässlich unterstützt", erklärte Reichinnek. "Dafür muss zum Beispiel das Mindestelterngeld auf 440 Euro erhöht werden, es braucht zudem eine Dynamisierung der Sätze." Kinder dürften "kein Armutsrisiko mehr sein".
E.Rodriguez--AT