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Chile beginnt mit Bauarbeiten an Grenzbefestigungen zu Peru und Bolivien
Die Behörden in Chile haben mit der von dem neuen ultrarechten Präsidenten José Antonio Kast angestrebten Errichtung von Grenzbefestigungen an den Grenzen zu Peru und Bolivien begonnen. "Heute beginnen wir, die illegale Migration zu stoppen", sagte Kast bei der Grundsteinlegung nahe einem Grenzübergang zu Peru im Norden Chiles. Kast hat seiner Regierung eine Frist von 90 Tagen für die Errichtung des "Grenzschildes" gesetzt.
Unklar ist bislang, aus welcher Infrastruktur genau die Grenzbefestigungen bestehen sollen. Bei der Grundsteinlegung an dem Grenzübergang Chacalluta hoben Bagger einen Graben aus. Für das dortige Gebiet und Teile der Grenze zu Bolivien sind drei Meter tiefe Gräben geplant. Dem chilenischen Innenminister Claudio Alvarado zufolge sollen sich physische Barrieren über 500 Kilometer erstrecken. Kasts Plan sieht zudem die Entsendung zusätzlicher Streitkräfte an die Grenzen vor.
Der 60-jährige Kast war vergangene Woche als neuer chilenischer Präsident vereidigt worden. Der deutschstämmige Sohn eines Wehrmachtssoldaten und Vater von neun Kindern hatte die Stichwahl um die chilenische Präsidentschaft im Dezember für sich entschieden.
Im Wahlkampf hatte Kast damit geworben, die Kriminalität zu bekämpfen, alle Migranten ohne gültige Papiere abzuschieben und die chilenische Wirtschaft anzukurbeln. In den meisten sozialpolitischen Themen steht Kast weiter rechts als die Mehrheit der Chilenen. Er lehnt Abtreibung, Scheidung und gleichgeschlechtliche Ehen ab. Zudem hat er aus seiner Bewunderung für Chiles langjährigen Militärdiktator Augusto Pinochet nie einen Hehl gemacht.
L.Adams--AT