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Iran-USA-Konflikt: Peseschkian beauftragt Außenminister mit Verhandlungen
Im Konflikt mit den USA hat der iranische Präsident Masud Peseschkian Außenminister Abbas Araghtschi mit direkten Verhandlungen mit Washington beauftragt. Araghtschi sei der Auftrag erteilt worden, "faire" Verhandlungen mit den USA zu führen, "vorausgesetzt, dass ein angemessenes Umfeld ohne Drohungen und unzumutbare Forderungen besteht", erklärte Peseschkian am Dienstag im Onlinedienst X.
Wie das US-Nachrichtenportal Axios und die iranische Nachrichtenagentur Tasnim übereinstimmend berichteten, soll Araghtschi den Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, treffen.
Nachbarländer in der Region betätigten sich als Vermittler des Konflikts. Irans Außenminister Araghtschi reiste vergangene Woche für Gespräche in die Türkei und sprach eigenen Angaben zufolge mit seinen Kollegen aus Ägypten und Saudi-Arabien. Am Dienstag erklärte die Regierung von Katar, die "diplomatischen Anstrengungen" würden "sehr intensiv" fortgesetzt. Washington und Teheran unterhalten seit vier Jahrzehnten keine direkten diplomatischen Beziehungen.
Auslöser der jüngsten Spannungen war die gewaltsame Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran mit tausenden Toten, angesichts derer US-Präsident Donald Trump einen möglichen neuen Militärangriff auf den Iran angedroht hatte. Die USA entsandten Kriegsschiffe in die Region - und forderten zu Verhandlungen über das iranische Atomprogramm auf.
Am Wochenende signalisierten sowohl Trump als auch die iranische Führung Verhandlungsbereitschaft. Zugleich sandten beide Seiten jedoch auch erneute Drohungen aus.
Iranische Sicherheitskräfte waren mit großer Härte gegen Demonstrierende vorgegangen. Die in den USA angesiedelte Menschenrechtsorganisation Hrana konnte nach eigenen Angaben vom Dienstag mehr als 6800 Tote bestätigen, darunter dutzende Kinder. Die Organisation prüft nach eigenen Angaben 17.000 weitere mögliche Todesfälle. Die iranischen Behörden sprechen von rund 3100 Toten, am Sonntag veröffentlichten sie die Namen von knapp 3000 Getöteten.
Hrana zufolge wurden mehr als 50.000 Menschen im Zuge der Proteste festgenommen. Mehr als 300 Menschen seien mit psychischer oder körperlicher Folter gezwungen worden, vor Kameras Geständnisse abzulegen.
Die Proteste zum Jahresende 2025 hatten sich zunächst an der schlechten Wirtschaftslage im Iran entzündet, richteten sich dann aber gegen die Machthaber der islamischen Republik.
O.Ortiz--AT