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Freie Wähler und BSW küren Spitzenkandidaten für Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Sechseinhalb Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die Freien Wähler und das BSW in dem Bundesland am Wochenende ihre Spitzenkandidaten gekürt. Während die Freien Wähler am Samstag auf einem Parteitag in Bitburg den Europaabgeordneten Joachim Streit nominierten, wählte das BSW am Sonntag auf einem Parteitag in Kaiserslautern den früher zu den Grünen gehörenden Landtagsabgeordneten Andreas Hartenfels. In Rheinland-Pfalz wird am 22. März 2026 gewählt. Es ist eine von fünf Landtagswahlen, die im kommenden Jahr in Deutschland anstehen.
Streit erhielt auf dem Parteitag der Freien Wähler 88,1 Prozent der Stimmen, wie seine Partei am Samstag mitteilte. Der 60-Jährige ist seit 2024 als Abgeordneter im Europäischen Parlament, zuvor war er von 2021 bis 2024 Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz und dort Vorsitzender seiner Fraktion.
Das BSW machte am Sonntag zunächst keine genaueren Angaben zu dem Wahlergebnis von Hartenfels. Dieser sitzt seit 2011 im Landtag, derzeit als fraktionsloser Abgeordneter. Der Politiker war früher bei den Grünen, trat 2022 jedoch aus der Partei und deren Landtagsfraktion aus. Seit 2024 ist Hartenfels beim BSW.
In Rheinland-Pfalz regieren SPD, Grüne und FDP aktuell in einer Koalition unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD). Dieser geht für die SPD erneut als Spitzenkandidat ins Rennen, die oppositionelle CDU tritt mit Partei- und Fraktionschef Gordon Schnieder an. Die AfD wählte bereits ihren Landesvorsitzenden Jan Bollinger zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl.
Bei den Grünen kandidiert Landesumweltministerin Katrin Eder auf Platz Eins der Landesliste. Die FDP tritt mit ihrer Landesvorsitzenden Daniela Schmitt an, die Linke entscheidet am 13. September auf einem Parteitag in Nassau über ihre Landesliste. Auf Platz Eins kandidiert dort Landeschefin Rebecca Rupert.
In einer Umfrage vom Juni lag die CDU deutlich vor der SPD. Der Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Südwestrundfunk zufolge kam die CDU auf 30 Prozent und führte damit deutlich vor der SPD mit 23 Prozent. Auf dem dritten Platz lag die AfD mit 17 Prozent, gefolgt von den Grünen mit elf Prozent.
Der Linken könnte der Umfrage zufolge mit fünf Prozent erstmals der Einzug in das Landesparlament gelingen. Die FDP würde demnach hingegen mit drei Prozent den Parlamentseinzug zu verpassen. Auch die aktuell im Mainzer Landtag vertretenen Freien Wähler könnten mit vier Prozent ausscheiden. Das BSW lag in der Umfragezeitpunkt ebenfalls unterhalb der Fünfprozenthürde.
O.Brown--AT