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Frankreich fordert freien Zugang für Journalisten zum Gazastreifen
Frankreich hat einen freien Zugang für Journalisten zum Gazastreifen gefordert. Dies sei nötig, "um zu zeigen, was dort geschieht", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Dienstag am Rande eines Besuchs in der Ukraine. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Journalisten, die mit französischen Medien zusammenarbeiten, in den kommenden Wochen aus dem Gazastreifen herausgeholt werden können.
Dabei geht es auch um Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AFP. "Seit Monaten sehen wir machtlos zu, wie sich ihre Lebensbedingungen dramatisch verschlechtern", betonte AFP am Montag in Paris. Auch die Journalistengewerkschaft der Nachrichtenagentur zeigte sich besorgt über die Lage der Journalisten im Gazastreifen. Sie verwies auf den Fall eines freiberuflichen Mitarbeiters, der ihr berichtet habe, sein Bruder sei verhungert. "Wir haben schon Journalisten in Konflikten verloren, wir hatten Kollegen, die verletzt oder gefangen genommen wurden. Aber wir haben es noch nie erlebt, dass ein Mitarbeiter verhungert", erklärte die Société des journalistes innerhalb der AFP.
Die Vereinten Nationen und Hilfsorganisationen warnen immer wieder vor einer Hungersnot in dem Kriegsgebiet. Im Zusammenhang mit Hilfslieferungen ist es mehrfach zu tödlichen Zwischenfällen gekommen.
Die israelische Armee hatte ihre Offensive am Montag auf ein Gebiet im Zentrum des palästinensischen Territoriums ausgeweitet. Sie forderte die Bewohner dort auf, die Orte zu evakuieren.
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg ausgelöst. Bei dem Angriff wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 59.000 Menschen getötet.
A.Moore--AT