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Ex-US-Sicherheitsberater Bolton: Merz sollte sich vor Kanzlerwahl mit Trump treffen
Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz empfohlen, sich schon vor seiner möglichen Wahl zum Kanzler um ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump zu bemühen. "Bis Ende April zu warten, wäre verkehrt", sagte Bolton den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Sonntagsausgaben) und verwies auf die aktuellen Krisen zwischen den USA und der EU bei den Themen Ukraine und Zölle.
Ein informelles Kennenlernen vorab könne sogar von Vorteil sein für Merz und ihm zusätzliche Spielräume geben. "Er kann sagen: Ich bin der CDU-Vorsitzende und werde die führende Wirtschaftsmacht Europas steuern. Für Trump ist das Grund genug, genau hinzuhören."
Es werde Merz helfen, dass er vor seiner Rückkehr in die Politik in der Wirtschaft beim US-Finanzkonzern Blackrock tätig war, sagte Bolton den RND-Zeitungen weiter. "Das Thema Wirtschaft könnte sich noch vor den Zwischenwahlen 2026 zu einem für Trump äußerst sensiblen Thema entwickeln."
Bolton sagte, Trump mache nicht nur im Umgang mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "katastrophale Fehler". Der US-Präsident habe auch noch immer nicht verstanden, dass der von ihm geplante Handelskrieg mit der EU den Preisanstieg in den USA weiter anschieben werde. "Vielleicht kann Merz ihm das verdeutlichen." Es gebe erste Anzeichen dafür, dass auch bei einflussreichen Leuten in den USA, viele davon Republikaner, Bedenken wachsen würden, "ob Trump nicht in doppelter Hinsicht auf dem falschen Dampfer ist: wirtschaftspolitisch und außenpolitisch".
Bolton war während Trumps erster Amtszeit (2017-21) von April 2018 bis September 2019 Nationaler Sicherheitsberater der USA und wurde zu einem ausgesprochenen Trump-Kritiker.
Ch.Campbell--AT