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Infratest-Chef hält Bundestagswahl für noch nicht entschieden
Der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap, Roland Abold, hält die Bundestagswahl für noch nicht entschieden. "Anfang Februar waren 20 Prozent der Befragten noch unentschlossen", sagte Abold der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" vom Freitag. "Sie wussten weder, was sie wählen, noch ob sie zur Wahl gehen."
Von jenen Befragten, die eine Partei genannt hätten, gälten außerdem noch einmal 20 Prozent als unsicher, sagte der Meinungsforscher den Zeitungen. "Theoretisch kann sich noch ziemlich viel verändern."
Die weithin kritisierte Aussage von Kanzler Olaf Scholz (SPD), der den Berliner CDU-Politiker Joe Chialo einen "Hofnarren" genannt hatte, wird nach Abolds Einschätzung wenig Auswirkungen auf den Wahlkampf haben.
"Tatsächlich haben in der Vergangenheit auch Fehltritte von Spitzenkandidaten zu Verschiebungen geführt - denken Sie an Armin Laschets Auftritt angesichts der Flutkatastrophe 2021", sagte Abold. "Ob dieser Vorfall in diese Kategorie fällt, wird man sehen. Ich erwarte es eher nicht."
In dem am vergangenen Freitag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" von Infratest dimap kommt die Union auf 31 Prozent. Auf Platz zwei landet die AfD mit 21 Prozent. Die SPD kommt dahinter auf Platz drei mit 15 Prozent, die Grünen erreichen 14 Prozent.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht nach eigenen Worten trotz der Umfrageschwäche seiner Partei davon aus, als Bundeskanzler wiedergewählt zu werden. Auf eine Frage des "Spiegel", für wie wahrscheinlich er dieses Szenario halte, entgegnete der Kanzler am Mittwoch: "Ich würde mal sagen: 60 Prozent."
T.Wright--AT