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Ukraine erhält erste Radhaubitze RCH 155 - Pistorius sichert weitere Hilfen zu
Die Ukraine hat die erste von 54 hochmodernen Radhaubitzen des Typs RCH 155 erhalten. "Die Radhaubitzen sollen der Ukraine helfen, den Krieg gegen den russischen Aggressor zu gewinnen", sagte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bei einem Besuch des Herstellers KNDS in Kassel aus diesem Anlass. Die Ukraine hatte die neu entwickelten fahrbaren Geschütze 2022 und 2023 bestellt.
Zu der Übergabe war auch der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev zu KNDS nach Kassel gekommen. Die RCH155 kombiniert das Fahrmodul des Radpanzers Boxer mit dem vollautomatischen 155-Millimeter-Geschütz der älteren Panzerhaubitze 2000. Damit vereine sie "das Beste aus zwei Welten", sagte Pistorius. Auch von der Panzerhaubitze 2000, einem Kettenfahrzeug, hat die Ukraine bisher 36 Exemplare erhalten, davon 25 aus Deutschland.
Die Ukraine verteidige gegen Russland das Recht des Landes "auf Freiheit und territoriale Selbstbestimmung", betonte Pistorius. Dabei richteten sich die russischen Angriffe auch "terrorartig gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und gegen die Infrastruktur". Weiter betonte der Bundesverteidigungsminister: "Die Ukraine kann sich auf die tatkräftige Unterstützung Deutschlands verlassen, auch in Zukunft."
Künftig soll auch die Bundeswehr mit Radhaubitzen RCH 155 ausgerüstet werden. Diese sei "auch für die deutsche Landes- und Bündnisverteidigung ein wichtiger Baustein", sagte Pistorius. Die Waffe "wird dazu beitragen, die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr zu erhöhen", hob er hervor.
Der Minister ging auch auf die deutsche Debatte über die Höhe des Wehretats ein. Er wies darauf hin, dass Deutschland 2024 erstmals die Nato-Vorgabe erfüllt hat, zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben. "Wir wissen, in den Folgejahren werden wir noch stärker in Verteidigung investieren müssen", sagte Pistorius weiter. "Zwei Prozent wird nur der Anfang sein können, es wird deutlich mehr werden müssen." Der Minister verwies dabei auf die Bedrohungslage durch Russland. "Putin wird nicht aufhören", warnte er.
E.Rodriguez--AT