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Geste der "Geschlossenheit": Biden setzt Käppi mit Aufschrift "Trump 2024" auf
Besonders gut stand ihm die Kopfbedeckung nicht: Bei einem Besuch im US-Bundesstaat Pennsylvania hat sich der scheidende US-Präsident Joe Biden eine rote Kappe mit der Aufschrift "Trump 2024" aufgesetzt. Biden dies anlässlich des Jahrestags der Anschläge vom 11. September 2001 als Geste der "Geschlossenheit" getan, teilte das Weiße Haus am Mittwoch (Ortszeit) mit. Anhänger des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hatten Biden aufgefordert, die Kappe aufzusetzen.
Die Kappe ist eines der Accessoires der Wahlkampagne des Ex-Präsidenten Trump, der erneut ins Weiße Haus einziehen will und den Biden als Gefahr für die US-Demokratie ansieht.
Der Vorfall ereignete sich bei einem Treffen am Mittwoch mit Feuerwehrleuten in Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania zum Gedenken an die Terroranschläge vom 11. September. Dort war damals die Maschine vom Flug 93 abgestürzt, nachdem deren Passagiere sich gegen die Flugzeugentführer aufgelehnt hatten. Vermutlich wollten die Islamisten das Flugzeug in ein Ziel in Washington fliegen.
Der Demokrat Biden habe in Shanksville über die "parteiübergreifende Geschlossenheit" gesprochen, zu der das Land zurückkehren müsse, schrieb Andrew Bates, Sprecher des Weißen Hauses, im Onlinedienst X. Der Präsident habe einem Trump-Anhänger eine Kappe mit dem Präsidentensiegel geschenkt. Dieser habe im Austausch Biden seine "Trump 2024"-Kappe gegeben, die dieser "kurz getragen" habe. Der 81-Jährige setzte das rote Käppi auf ein schwarzes auf, das er bereits trug.
Das Video vom lachenden Präsidenten mit dem auf seinem Haupt thronenden Käppi seines politischen Erzrivalen verbreitete sich schnell in Online-Diensten. Das Trump-Team reagierte sofort und nutzte die Episode für sich: "Danke für die Unterstützung, Joe!", schrieb das Team im Onlinedienst X.
Der Präsident war am 21. Juli aus dem Rennen um das Weiße Haus ausgestiegen, weil die Zweifel an seiner geistigen und körperlichen Fitness immer lauter geworden waren. Auslöser für das Ende seiner politischen Karriere war ein desaströser Auftritt im TV-Duell mit Trump einen Monat zuvor.
Bidens Vizepräsidentin Kamala Harris, die statt seiner bei der Präsidentschaftswahl im November für die Demokraten antritt, hatte zuvor am Mittwoch zusammen mit Biden und Trump am 9/11-Gedenken in New York teilgenommen und dort nur wenige Stunden nach dem aggressiv geführten TV-Duell mit dem Republikaner dessen Hand geschüttelt.
W.Nelson--AT