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Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose wegen Ukraine-Kriegs deutlich ab
Deutlich weniger Wachstum, eine merklich höhere Inflation - und zusätzlich noch erhebliche "Abwärtsrisiken": Der Ukraine-Krieg hat die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands drastisch verschlechtert. Für 2022 erwarten die sogenannten Wirtschaftsweisen derzeit nur einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent, nachdem sie im Herbst noch von 4,6 Prozent Wachstum ausgegangen waren; auch eine Rezession ist demnach möglich. Die deutsche Wirtschaft warnt, dass es für viele Betriebe schwer werden könnte.
Verdüstert wird der Blick auf die konjunkturelle Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie vor allem vom Krieg in der Ukraine und der großen Abhängigkeit von russischen Energielieferungen. "Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft das Wachstum, trägt zum weiteren Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise bei und führt zu hoher Unsicherheit", erklärten die Wirtschaftsweisen am Mittwoch.
Bei den Verbraucherpreisen erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wie das derzeit vierköpfige Gremium offiziell heißt, eine Teuerung von 6,1 Prozent in diesem Jahr - deutlich oberhalb des zwei-Prozent-Ziels der Europäischen Zentralbank und deutlich mehr als noch im Herbst von den Wirtschaftsweisen erwartet. Damals waren sie für 2022 von einer Inflation in Höhe von 2,6 Prozent ausgegangen.
Für das kommende Jahr wird von den Wirtschaftsweisen aktuell ein Rückgang bei der Teuerungsrate auf 3,4 Prozent prognostiziert. Beim BIP-Wachstum geht der Sachverständigenrat für 2023 derzeit von einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 3,6 Prozent aus.
Vor Ausbruch des Krieges hätten sowohl die zunehmende Industrieproduktion als auch der robuste Arbeitsmarkt für eine konjunkturelle Erholung gesprochen, erklärten die Wirtschaftsweisen. Durch den Krieg würden nun aber die wegen der Corona-Pandemie bereits angespannten Lieferketten "zusätzlich beeinträchtigt", erklärte Sachverständigenratsmitglied Achim Truger. "Gleichzeitig belasten die nochmals kräftig gestiegenen Preise für Erdgas und Erdöl die Unternehmen und den privaten Konsum."
Im Sommerhalbjahr 2022 dürfte jedoch nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen "der Konsum kontaktintensiver Dienstleistungen zunehmen" und positiv zur BIP-Entwicklung beitragen. Die Corona-Pandemie stelle aber "weiterhin ein Risiko für das Wachstum dar", fügten sie hinzu.
Grundsätzlich ist die aktuelle Prognose nach Angaben des Sachverständigenrates "mit sehr großer Unsicherheit behaftet". Die Auswirkungen des Kriegs ließen sich nur schwer abschätzen. Insbesondere eine weitere Verschärfung des Konfliktes sowie eine Ausweitung der Sanktionen könnten die deutsche und europäische Wirtschaft demnach noch deutlich mehr belasten.
"Deutschland ist stark von russischen Energielieferungen abhängig", erläuterte Sachverständigenratsmitglied Monika Schnitzer. "Ein Stopp dieser Lieferungen birgt das Risiko, dass die deutsche Volkswirtschaft in eine tiefere Rezession abrutscht und die Inflation noch stärker zunimmt."
"Die Abwärtsrisiken sind hoch", sagte auch Sachverständigenratsmitglied Veronika Grimm bei der Vorstellung der Prognose in Berlin. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem Lieferstopp komme. Die Bundesregierung solle daher "alle Hebel in Bewegung setzen", um Vorkehrungen hierfür zu treffen.
Dazu kann nach Auffassung der Wirtschaftsweisen auch beitragen, bei der Stromerzeugung statt Gas wieder mehr Kohle zu verbrennen - und außerdem auch "eine Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken", wie es in der Konjunkturprognose heißt. Wirtschaftsminister Robert Habeck und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) hatten sich Anfang März indessen gegen eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken ausgesprochen - diese sei "im Ergebnis einer Abwägung von Nutzen und Risiken" nicht zu empfehlen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verwies am Mittwoch darauf, dass die deutsche Wirtschaft aktuell "vor enormen Kraftanstrengungen" stehe. "Fakt ist, es wird für viele Betriebe schwer", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Umso wichtiger sei es jetzt, "die betroffenen Unternehmen mit konkreten Nothilfe-Maßnahmen zu unterstützen", forderte er.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mahnte, die Bundesregierung müsse "jetzt die wirtschaftliche Stärke der Unternehmen bewahren und an schnell wirksamen, zielgenauen und befristeten Maßnahmen arbeiten, um die Krise abzufedern". Schon jetzt seien einige energieintensive Unternehmen gezwungen, "ihre Produktion wegen überbordender Gas- und Stromkosten zu drosseln", erklärte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.
E.Hall--AT